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Christoph Waltz: Seine besten Filme?

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26. September 2017, 08:46

Christoph Waltz hatte schon zahlreiche Rollen als Bösewicht in deutschen und österreichischen Krimiserien hinter sich, bevor er mit seiner Paraderolle als sadistischer SS-Standartenführer Hans Landa den internationalen Durchbruch feierte. In vier Sprachen parlierte er sich fließend durch seine Szenen in einer Rolle, von der Regisseur Quentin Tarantino selbst sagte, er habe befürchtet, er habe eine "unspielbare Figur geschaffen". Für diese Rolle in "Inglorious Basterds" gab es einen wahren Preisregen: Oscar, Golden Globe, Screen Actors Guild Award, Bafta und Darstellerpreis der Filmfestspiele Cannes. Seither steht er im Rampenlicht und arbeitet – anders als zuvor in seiner langjährigen Schauspielkarriere – hauptsächlich für internationale Kinoproduktionen.

Einige davon wird man bei der diesjährigen Viennale wieder im Kino sehen können – Christoph Waltz ist heuer der Stargast des Filmfestivals. Und auch einige seiner älteren Arbeiten, wie "Du bist nicht allein – Die Roy Black Story", werden im Rahmen des Waltz-Tributes gezeigt.

Böser Held, höflicher Bösewicht

Nicht alle Filme mit Waltz, die seit seinem ersten Oscar entstanden sind, waren ein durchschlagender Erfolg. So kam beispielsweise "Die drei Musketiere" bei der Kritik nicht besonders gut an. Schlimmer erging es dem Film "The Green Hornet", über den der britische "Guardian" sagt: "So gut wie alles an diesem Film ist eine Enttäuschung". Doch dann gab es auch Filmperlen wie das Kammerspiel "Carnage – Der Gott des Gemetzels" von Roman Polanski, in dem er herrlich unsympathisch einen aalglatten New Yorker Rechtsanwalt spielt. Im Film "Django Unchained", für den ihm der bisher zweite Oscar verliehen wurde, durfte Waltz als Kopfgeldjäger Dr. King Schultz einmal auf der Seite der Guten kämpfen. Und doch fällt der "Zeit" auf: "Interessant ist doch, was der Schauspieler Christoph Waltz aus diesen Rollenklischees herausgeholt hat: Der Gute sah bei ihm ziemlich böse, der Böse ziemlich gut aus". Denn: "Bis heute ist das so etwas wie Christoph Waltzs Markenzeichen, sein Glamour: der Abgrund, das Böse hinter der lächelnden Fassade". Genauso wie damals schon, als er den Puppenmörder in "Kommissar Rex" spielte.

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