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Frau nach Sturz in den Donaukanal in Lebensgefahr

24. September 2017, 11:28

Verunglückte musste reanimiert werden – Von 21-Jährigem aus dem Wasser geholt

Wien – Ein junger Mann hat am Sonntagvormittag in Wien eine leblos im Donaukanal treibende Frau aus dem Wasser gezogen. Die ungefähr 70-Jährige musste reanimiert werden und war am Nachmittag noch in Lebensgefahr. "Sie befindet sich auf der Intensivstation, ihr Zustand ist derzeit stabil", sagte eine Krankenhaussprecherin. Unklar blieb, wie lange die Frau im Wasser gewesen war.

Der Unfallhergang war am Sonntag noch unklar, ebenso die Identität der Verunglückten. Eine Joggerin sah die Frau gegen 7.00 Uhr auf Höhe der Rossauer Brücke im Wasser treiben. Weil sie ohne Handy unterwegs war, bat sie Passanten, die Einsatzkräfte zu verständigen. Die beiden couragierten Helfer dürften gerade am Heimweg gewesen sein. Zuerst sprang der 31-jährige Österreicher ins Wasser und versuchte zur Frau zu schwimmen. Als das misslang, erreichte er selbstständig wieder das Ufer, schilderte Polizeisprecher Daniel Fürst. Daraufhin sprang der 21-jährige Österreicher rein und bekam die Frau zu fassen.

Auf Höhe des Twin City Liner bei der Schwedenbrücke erreichte er den Steg, konnte die Frau aber nicht aus dem Wasser heben, berichtete Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf. Feuerwehrkräfte bargen die Verunglückte unter Leinensicherung. Die beiden Männer wurden unterkühlt ins Krankenhaus gebracht.

Bereits am Donnerstag ist eine 19-Jährige in den Donaukanal gestürzt. Sie wurde von der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen. (APA, 24.9.2017)