Drei UN-Soldaten bei Explosion in Mali getötet

24. September 2017, 16:41

Opfer stammen aus Bangladesh

Bamako – Bei einem Sprengstoffanschlag in Mali sind am Sonntag mindestens drei UN-Blauhelmsoldaten getötet worden. Wie der Stabilisierungseinsatz der UNO in Mali (MINUSMA) mitteilte, gab es außerdem fünf Schwerverletzte bei dem Attentat auf einen von den Blauhelmen eskortierten Konvoi auf der Strecke zwischen den Städten Anefis und Gao.

Bei den Opfern handelt es sich um Soldaten aus Bangladesch, wie die Armee in Dhaka erklärte.

Die deutsche Bundeswehr ist an dem 2013 in dem westafrikanischen Land gestarteten Minusma-Einsatz beteiligt, der als einer der gefährlichsten Militäreinsätze der Vereinten Nation weltweit gilt. Auch das Bundesheer hat Soldaten entsandt. Im Jänner hatte der Deutsche Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zugestimmt.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hatte im Jänner 2013 militärisch in Mali eingegriffen. Damit wollte sie das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden des Landes stoppen und die geschwächten Regierungstruppen unterstützen. (APA/Reuters, 24.9.2017)