Salzburg: Frauenduell um das Bürgermeisteramt in Lamprechtshausen

24. September 2017, 17:40

ÖVP-Politikerin wird fünfte weibliche Ortschefin in Salzburg. Land Salzburg hat österreichweit die wenigsten Bürgermeisterinnen.

Salzburg – Wahltag nicht nur in Deutschland, Wahltag auch im Flachgauer Lamprechtshausen, wo am Sonntag rund 3000 Stimmberechtigte zur Bürgermeisterinnenwahl schritten. Bemerkenswert dabei: Schon von vorneherein stand fest, das Lamprechtshausen eine Bürgermeisterin erhalten wird.

Nach dem Rücktritt von Langzeitbürgermeister Johann Grießner (ÖVP) haben sich drei Frauen für das Amt beworben. Es war die erste Bürgermeisterwahl in Salzburg mit einem rein weiblichen Kandidatinnenfeld. Lamprechtshausen ist die fünfte Gemeinde in Salzburg mit einer Frau an der Gemeindespitze. Im Österreichranking rangiert das Land Salzburg damit weiter auf dem letzten Platz.

Regulärer Wahltermin 2019

Für die ÖVP ging die Gemeindeangestellte und Finanzleiterin von Lamprechtshausen, Andrea Pabinger, ins Rennen. Die SPÖ stellte die Kosmetikerin Sonja Widmann auf, und die von der FPÖ abgespalteten "Freien Demokraten" kandidierten mit der Buchhalterin Marina Kaltenegger.

Durchgesetzt hat sich am Sonntag dann erwartungsgemäß die Kandidatin der ÖVP. Andrea Pabinger konnte 50,8 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinigen und ist damit zumindest bis zum regulären Wahltermin im Frühjahr 2019 im Amt. (Thomas Neuhold, 25.9.2017)