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Sony erklärt Handheld-Konsolen für tot

26. September 2017, 17:03

Abgelöst von Smartphones – Games-Chef ist überrascht vom Erfolg der Nintendo Switch

Wer darauf wartet, dass Sony nach der PS Vita noch eine weitere Handheld-Konsole auf den Markt bringt, wartet vergeblich. Andrew House, Leiter der Gamingsparte, hält die Geräteklasse faktisch für tot, erklärt er gegenüber Bloomberg.

PS Vita war nur Teilerfolg

Während die PS Portable noch recht erfolgreich war, entwickelte sich bereits die Vita in vielen Ländern zu einem Nischenprodukt. Lediglich auf einzelnen Märkten, darunter im Heimatland Japan, gab es große Nachfrage.

House sieht Smartphones als legitimen Nachfolger der Handheldkonsolen. Sony selbst setzt mittlerweile auf Handys, und zwar in Form von "Playlink". Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Partygames. Diese laufen auf einer Playstation 4, die Teilnehmer nutzen aber ihr eigenes Mobiltelefon als Steuergerät.

Überrascht ist der Manager vom Erfolg der hybriden Nintendo Switch. Gegen diese will Sony allerdings nicht antreten. Ein solches Gerät passe nicht in die Strategie des Konzerns.

Nur noch Nintendo übrig

Nintendo selbst ist damit der einzig relevante, globale Player, der noch erfolgreich Handheld-Konsolen verkauft. Der Trend zeigt allerdings abwärts. Nach vier Jahren stark schrumpfender Verkaufszahlen (von 14 Millionen im Jahr 2013 auf 6,8 Millionen im Jahr 2016) wird man heuer wohl eine kleine Steigerung verzeichnen können, die auf die Veröffentlichung von "Pokémon Sonne/Mond" zurückzuführen ist.

Der lange ausschließlich auf eigene Plattformen konzentrierte Konzern öffnet sich mittlerweile auch langsam der Smartphone-Welt. So wird das "Pokémon"-Franchise im erfolgreichen Free2Play-Game "Pokémon Go" verwendet. Und auch der weltbekannte, italo-amerikanische Installateur hat es mit "Super Mario Run" bereits auf iPhones und Android-Handys geschafft. (gpi, 26.09.2017)