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"Cars 3": Ikonen auf der Stecke

27. September 2017, 14:37

Die sprechenden Autos der Disney-Pixar-Studios rasen wieder über die Kinoleinwand

Zehn Jahre ist es her, dass die Disney-Pixar-Studios erstmals sprechende Autos über die Kinoleinwand rasen ließen. Ein größerer Erfolg als die Besucherzahlen waren jedoch die Umsätze der Merchandising-Maschinerie. Da grenzt es fast an Selbstironie, dass im mittlerweile dritten Teil Cars 3: Evolution (Regie: Brian Fee) ausgerechnet die Vermarktung des Rennsports verpönt wird.

Lightning McQueen muss in der jüngsten Ausgabe der "Cars"-Serie straßentauglich gemacht werden.
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Als nach einem folgenschweren Unfall des Hauptautos Lightning McQueen dessen Tage als Sportler gezählt scheinen, soll er ausschließlich als werbewirksame Ikone für seinen neuen Sponsor Sterling herhalten. Eine neue Generation von Autos, allen voran Jackson Storm, bahnt sich an. Doch: Im Trainingslager will der alte Lightning u. a. mit Autozumba wieder fit gemacht werden. Die neumodischen Übungen auf dem Laufband und auf einer virtuellen Rennstrecke überfordern ihn schnell. Seine Trainerin Cruz Ramirez kommt im Gegenzug mit realen Bodenuntergründen nicht zurecht. Doch weil die alte und neue Generation beschließen, miteinander anstatt gegeneinander zu arbeiten, findet auch dieser Disneyfilm sein gewohnt gutes Ende.

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Mit Gregor Seeberg, der Lightnings Kollegen Cal Weathers seine Stimme leiht, ist auch Österreich in der deutschen Synchronversion vertreten. Eine kleine Besonderheit bietet allerdings die Originalfassung: Lightnings Mentor Doc Hudson kehrt in die Cars-Welt zurück – und mit ihm die Synchronstimme des 2008 verstorbenen Paul Newman. 2006 aufgezeichnete Gespräche zwischen Newman und dem damaligen Regisseur John Lassater wurden dafür eingespielt.

Die neue Pixaranimation ist eine nette Geschichte über eine alternde Sportlerlegende, die sich neue Aufgaben sucht, wird aber vermutlich erneut seine größten Erfolge im Merchandisingumsatz finden. (kst, 27.9.2017)