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Salzburg bleibt auf Tuchfühlung mit Sturm

2. Oktober 2017, 15:49

2:1 gegen WAC, Dabbur trifft zweimal und vergibt einen Elfer – Kärntner warten seit vier Runden auf einen vollen Erfolg

Salzburg – Red Bull Salzburg liegt auch nach der zehnten Bundesliga-Runde einen Punkt hinter Sturm Graz auf Platz zwei. Der Titelverteidiger feierte am Sonntag einen 2:1-Heimsieg über den WAC und ist damit seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen. Die achtplatzierten Kärntner warten seit vier Runden auf einen vollen Erfolg.

Die Tore für die Hausherren erzielte Munas Dabbur in der 38. und 45. Minute, der Israeli vergab allerdings in der 60. Minute einen Elfmeter. Bernd Gschweidl gelang in der 62. Minute der Ehrentreffer.

Gute Chancen von WAC

Der WAC-Stürmer hatte bereits nach 18 Sekunden die erste Chance des Spiels, doch sein Volley wurde von Salzburg-Goalie Alexander Walke ebenso pariert wie der Nachschuss von Dever Orgill. Danach dominierten zwar die Salzburger das Geschehen, gefährlicher waren aber zunächst die Gäste bei von Walke abgewehrten Orgill-Schüssen (13., 35.).

Dennoch ging Salzburg in Führung. Nach einem Eckball von Andreas Ulmer war WAC-Keeper Raphael Sallinger bei einem Kopfball von Dabbur noch mit der Hand am Ball, konnte aber das Gegentor nicht mehr verhindern (38.). Kurz vor der Pause wurde Sallinger erneut bezwungen – und das auf kuriose Art und Weise.

Amadou Haidara brachte den Ball zur Mitte und Xaver Schlager scheiterte aus kurzer Distanz an Sallinger. Den abspringenden Ball drosch WAC-Innenverteidiger Nemanja Rnic auf das Bein von Dabbur, von dem sich der Ball ins Tor senkte.

Dabbur vergibt Elfmeter

Der israelische Goalgetter hätte in der 60. Minute seinen Triplepack perfektmachen können. Nachdem Ulmer von Daniel Offenbacher gefoult worden war, trat Dabbur zum Elfmeter an, fand jedoch in Sallinger seinen Meister. Kurz davor hatte der Goalgetter nur das Außennetz getroffen.

Die Salzburger ließen die Chance auf die vorzeitige Entscheidung aus und wurden dafür in der 62. Minute bestraft. Nach einem weiten Abschlag von Sallinger und einer Kopfball-Verlängerung von Orgill ließ Walke einen eigentlich harmlosen Schuss von Gschweidl ins Tor kullern (62.).

Zu einer zwingenden Ausgleichschance kam der WAC allerdings nicht mehr. Die Salzburger waren einem Tor bei einer durch Sallinger parierten Möglichkeit von Hannes Wolf (71.) und einem Fehlschuss des eingewechselten Patson Daka (82.) näher und brachten den knappen Vorsprung ungefährdet über die Zeit. (APA, 1.10.2017)

Bundesliga, 10. Runde, Sonntag

Red Bull Salzburg – WAC 2:1 (2:0)
Red-Bull-Arena, 4.700 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge:
1:0 (38.) Dabbur
2:0 (45.) Dabbur
2:1 (62.) Gschweidl

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Samassekou – Haidara (76. Mwepu), X. Schlager (68. Daka), Va. Berisha – Wolf, Dabbur (92. Atanga)

WAC: Sallinger – Zündel, Sollbauer, Rnic, Palla – Flecker, Rabitsch (57. M. Leitgeb), Offenbacher (74. Wernitznig), G. Nutz – Orgill, Gschweidl (81. Topcagic)

Gelbe Karten: Berisha, Samassekou bzw. Sollbauer, Orgill, Rnic

Stimmen

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und der Leistung meiner Mannschaft. Es war ein Kraftakt. Was die Jungs an Intensität und Bereitschaft abgeliefert haben, war außergewöhnlich. Wir haben jetzt sehr erfolgreiche drei englische Wochen abgeschlossen. In der Meisterschaft sind wir an Sturm dran, im Cup sind wir weiterhin dabei und in der Europa League haben wir alle Möglichkeiten."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Letztlich hat Salzburg verdient gewonnen, sie waren die spielbestimmende Mannschaft und haben das Spiel dominiert. Aber trotzdem wäre heute mehr möglich gewesen. Es war eine gute Leistung von uns. Wir haben offensiv unsere Szenen gehabt. Das zweite Tor hat uns das Genick gebrochen, da hat Rnic unglücklich geklärt. Beim ersten Tor müssen wir konzentrierter sein. Sallinger hat heute eine Top-Leistung gebracht. Es war für ihn nach dem Rapid-Spiel nicht einfach. Er kann noch besser werden."