Berliner Sony Center um 1,1 Milliarden Euro verkauft

Der Komplex mit acht Gebäuden und insgesamt 112.000 m² Nutzfläche wandert zu einem kanadischen Pensionsfonds und einem US-Investmenthaus

Das im Jahr 2000 eröffnete Sony Center zählt heute zu den Wahrzeichen Berlins.

foto: imago/schöning

Das Berliner Sony Center, eines der Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt, wird wieder verkauft. Der Gebäudekomplex am Potsdamer Platz wird für 1,1 Milliarden Euro von dem kanadischen Pensionsfonds Oxford Properties und der New Yorker Investmentgesellschaft Madison International Realty übernommen. Das gaben die beiden Unternehmen am Montag bekannt. Für Oxford ist es zeitgleich der Einstieg in den Berliner Markt.

Das vom Unterhaltungskonzern Sony auf dem früheren Todesstreifen der Berliner Mauer errichtete Ensemble war erst 2010 an den koreanischen Pensionsfonds NPS verkauft worden; damals war von einem Kaufpreis von rund 600 Millionen Euro die Rede gewesen.

112.000 Quadratmeter Nutzfläche

Zum Sony Center mit seiner markanten zeltförmigen Kuppel aus Stahl und Glas gehören insgesamt acht Gebäude, darunter der mehr als 100 Meter hohe Bahntower mit der Konzernzentrale der Deutschen Bahn. Insgesamt bietet das Sony Center 112.000 m² Nutzfläche, davon rund 85.000 Quadratmeter Bürofläche, 20.000 Quadratmeter Einzelhandels- und Freizeitflächen sowie 67 Wohneinheiten.

Zu den wichtigsten Büronutzern zählen die Deutsche Bahn, Facebook, Sanofi, Sony, das Land Berlin und der Anbieter von Co-Working-Flächen, WeWork. Zudem beherbergt das Sony Center ein Cinestar- und ein Imax-Kino sowie ein Legoland Discovery Center.

Transaktion als Share Deal

Der Verkauf soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Grunderwerbssteuer fließt dabei nicht. Denn es handelt sich nach Angaben eines Sprechers um einen sogenannten Share-Deal, bei dem formell nicht die Häuser selbst gekauft werden, sondern Anteile an der Gesellschaft, die die Immobilien hält. (red/APA, 2.10.2017)

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