Post startet nach Shöpping zweite Website für Wiener Handel

2. Oktober 2017, 13:09

Wien.shöpping.at soll 2018 starten

Wien – Nachdem im April dieses Jahres mit shöpping.at die erste Online-Shoppingplattform für österreichische Händler gelauncht wurde, soll es nun auch eine eigene Webseite für den Wiener Handel geben: Die Stadt, Wiener Wirtschaftskammer und Wirtschaftsagentur haben am Montag wien.shöpping.at vorgestellt. Die Plattform wird ebenfalls von der österreichischen Post betrieben und soll Anfang 2018 starten.

"Es gibt Untersuchungen, laut denen die Wiener Wirtschaft 600 Millionen Euro verliert, weil online über die Grenzen geshoppt wird", sagte Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bei der Präsentation der Plattform im Rahmen einer Pressekonferenz. Dabei gebe es bei vielen Kunden den Wunsch, regional einzukaufen. Die Plattform soll das auch online möglich machen. "Die Wertschöpfung ins Ausland abfließen lassen, macht für Wiener Händler keinen Sinn", betonte auch Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer. "Wir brauchen eine Sensibilisierung bei den Kunden, dass sie in Österreich einkaufen."

Über 70 Prozent der Händler seien bereits im Internet vertreten, sagte Trefelik. Vor allem kleinere Unternehmen sollen motiviert werden, sich an der Plattform zu beteiligen. Um den Einstieg zu erleichtern, fördert die Wirtschaftsagentur Wien die ersten 150 mit jeweils 1.000 Euro. Einreichungen für die Förderung sind ab 1. November möglich. Außerdem will die Wirtschaftskammer den Händlern mit Beratungsmaßnahmen zur Seite stehen.

Mit dem Start von shöpping.at zeigte sich Post-Chef Georg Pölzl zufrieden. "Es funktioniert sehr gut", sagte er. Bisher bieten 200 Händler rund eine Million Produkte an. "Österreich ist zu klein für zwei, drei, Plattformen", so Pölzl. "Wir gehen sogar so weit, dass wir sagen, spart euch den eigenen Webshop, wir geben euch die Plattform." Ob auch für andere Bundesländer eigene Webseiten geplant sind, konnte er noch nicht beantworten. "Wir hoffen, dass ähnlich wie die Stadt Wien auch andere regionale Partner auf diese Idee kommen", sagte Pölzl. "Es ist einiges in der Pipeline." (APA, 2.10.2017)