Festnahmen nach Bombenfund in Paris

3. Oktober 2017, 07:01

Gasflaschen mit Zündvorrichtung im Westen der französischen Hauptstadt entdeckt

Paris – Nach dem Fund einer selbstgebauten Bombe in Paris hat die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt nach Angaben aus Ermittlerkreisen Anti-Terrorermittlungen eingeleitet. Die Polizei habe fünf Menschen festgenommen, verlautete am Montag aus dem Umfeld der Ermittler.

In der Nacht auf Samstag hätten Polizisten im Eingangsbereich und auf dem Gehweg eines Gebäudes im 16. Arrondissement im Westen von Paris jeweils zwei Gasflaschen und eine Zündvorrichtung entdeckt. Die Ermittler fanden demnach auch ein mit den Gasflaschen verbundenes Mobiltelefon. Die Zeitung "Le Point" berichtete ebenfalls über den Vorfall.

Ausnahmezustand gesetzlich verankert

In Frankreich gilt nach einer Serie islamistischer Attentate seit knapp zwei Jahren ein Ausnahmezustand. Er wurde nach den Terroranschlägen vom November 2015 verhängt und bereits sechs Mal verlängert. Am Dienstag stimmt die französische Nationalversammlung über ein verschärftes Gesetz zum Kampf gegen den Terrorismus ab, wodurch der Ausnahmezustand wird gesetzlich verankert wird. (APA, AFP, 3.10.2017)