Foto: PUBG

Werbung im Spiel: "Battlegrounds" handelt sich neuen Shitstorm ein

3. Oktober 2017, 13:41

15.000 negative Rezensionen an einem Tag – insbesondere chinesische Spieler verärgert

Während "Playerunknown’s Battlegrounds" ("PUBG") weiterhin massenhaft Spieler anlockt, läuft es in der PR-Abteilung dieser Tage gar nicht rund. Hatte man sich zuletzt schon zuletzt durch ein gebrochenes Versprechen, der Einführung von Mikrotransaktionen während der Early Access-Phase, eingehandelt, sorgt nun Ingame-Werbung für Empörung.

Spielern, vorwiegend offenbar Teilnehmern aus China, wurde am Startbildschirm Werbung für einen chinesischen VPN-Anbieter angezeigt, der auch mit schneller Anbindung lockte. Zigtausende negative Rezensionen wurden daraufhin über das Spiel verfasst, alleine 15.000 davon an nur einem Tag, dokumentiert VG247.

Doppelter Ärger

Die Empörung fußt dabei auf zwei Gründen. Zum einen ist "Battlegrounds" kein Free2Play-Spiel. 30 Euro kostet das Game aktuell auf Steam. Der Preis dürfte nach End der Early Access-Phase steigen. Dementsprechend erwarten Spieler, dass der Titel werbefrei bleibt.

Der zweite Grund ist, dass chinesische Spieler oft über schlechte Verbindungsqualität zu den asiatischen Servern von "PUBG" klagen. Sie haben demnach mit heftigen Verzögerungen zu kämpfen, die das Spielerlebnis trüben. Die Werbung für einen "schnellen" VPN wird folglich als Hohn empfunden.

wirspielen

Infolge der Probleme auf den Asien-Servern spielen sie vermehrt auf Servern in Nordamerika oder Europa. Dass sie dort selber mit höherem Ping unterwegs sind, soll wiederum "ansässigen" Gamern das Spiel verderben. Denn aufgrund der Art und Weise, wie Berechnungen zwischen Servern Clients abgewickelt werden, sollen Spieler mit höherem Ping bei Kämpfen tendenziell im Vorteil sein. Das legen zumindest einige Rezensionen nahe.

Rezensions-Bombardement

Die Durschnittswertung des Spieles auf Steam ist mittlerweile auf drei von fünf Sternen gesunken. Die neue Histogrammanzeige belegt klar den Beginn des Bombardements mit Negativ-Reviews mit Anfang Oktober.

Dabei könnte es sich durchaus auch um koordiniertes Vorgehen handeln. Schon bei anderen Titeln haben chinesische Spieler sich organisiert, um sich mit einem Schwall an schlechten Rezensionen Gehör zu verschaffen. (red, 03.10.2017)