PR-Verband verurteilt Dirty Campaigning

4. Oktober 2017, 16:53

Interessensvertretung: "Fragwürdige Praktiken" haben nichts mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit zu tun

Wien – In der Causa Silberstein der SPÖ hat sich nun auch der Public Relations Verband Austria (PRVA) zu Wort gemeldet – und die Facebook-Seiten gegen Sebastian Kurz (ÖVP) verurteilt. Die bekannt gewordenen unethischen und teilweise illegalen Online-Aktivitäten selbst ernannter PR-Berater hätten nichts mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit zu tun, erklärte die Interessensvertretung am Mittwoch.

"Derartige äußerst fragwürdige Praktiken schaden sowohl der Kommunikationsbranche, als auch der Gesellschaft und der Demokratie", hielt PRVA-Präsidentin Julia Wippersberg in einer Aussendung fest. Der Verband verweist auf den Ethikkodex und den vom PR-Ethik-Rat herausgegebenen Kodex "Ethik in der Digitalen Kommunikation".

In den vergangenen Tagen ist bekannt geworden, dass der Ex-SPÖ-Berater Tal Silberstein Dirty Campaigning gegen den ÖVP-Spitzenkandidaten organisiert und finanziert hat. Es geht um die mittlerweile vom Netz genommenen Facebook-Seiten "Die Wahrheit über Sebastian Kurz" und "Wir für Sebastian Kurz". (APA, 4.10.2017)