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Trump: Verbot von Dauerfeuer-Vorrichtung bei Waffen prüfen

6. Oktober 2017, 05:35

Behörden sollen Verkauf von Bump-Stocks überprüfen – Auch Waffenlobby NRA gesprächsbereit

Washington – Nach dem Massaker von Las Vegas hat sich US-Präsident Donald Trump dafür ausgesprochen, ein Verbot Dauerfeuer-Vorrichtungen bei Waffen zu prüfen. Das werde in Kürze geschehen, sagte Trump am Donnerstag. Die Vorrichtungen am Kolben von halbautomatischen Waffen erlauben ein Schießen mit Geschwindigkeiten wie bei automatischen.

Auch NRA für Prüfung bereit

Auch republikanische Abgeordnete haben sich offen für eine gezielte Verschärfung der Waffengesetze gezeigt. Die einflussreiche Waffenlobby NRA signalisierte, dass sie sich einem solchen Schritt nicht entgegenstellen würde und zu einem Zugeständnis bereit sei. Die US-Behörden müssten "sofort" überprüfen, ob die Vorrichtung zur Umrüstung von halbautomatischen auf vollautomatische Waffen dem Bundesgesetz entspreche, erklärten die Chefs der National Rifle Association, Wayne La Pierre und Chris Cox, am Donnerstag.

Sie gingen davon aus, dass eine "verstärkte Kontrolle" nötig sei. Üblicherweise lehnt die NRA Einschränkungen vehement ab. Der Verkauf automatischer Waffen ist in den USA seit den 1980er-Jahren weitgehend verboten, die Vorrichtung zur Umrüstung, der sogenannte Bump-Stock, ist aber legal erhältlich.

Obama mit Verschärfung des Waffengesetzes gescheitert

Trumps Vorgänger Barack Obama war mit diversen Anläufen zur Verschärfung des Waffenrechts am Widerstand der Republikaner im Kongress gescheitert. Dass Trump sich auf weitgehende Restriktionen des privaten Waffenbesitzes einlässt, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Während des Wahlkampfs hatte er sich mit der NRA verbündet, die seine Kandidatur unterstützte.

Unter den 50 sichergestellten Schusswaffen des Attentäters von Las Vegas befanden sich zwölf mit der Bump-Stock-Vorrichtung. Von einem Hotelzimmer aus hatte er während eines Country-Konzerts 58 Menschen erschossen und 489 verletzt, bevor er sich den Ermittlern zufolge selbst das Leben nahm. Nach ihren Angaben ist das Motiv des Täters weiter rätselhaft. (APA, 6.10.2017)