Deutsche Journalistin Sylke Tempel bei Unfall ums Leben gekommen

6. Oktober 2017, 15:18

Die Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik" wurde von einem umstürzenden Baum in Berlin getötet. Sie schrieb früher auch für das "Profil"

Berlin – Die deutsche Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik" (IP) und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), ist tot. Die 54-Jährige sei am Donnerstag bei einem Unfall in Berlin ums Leben gekommen, teilten das Auswärtige Amt und die DGAP am Freitag in Berlin mit.

Die Journalistin war während des Sturms Xavier getötet worden, der am Donnerstag über Berlin zog. Nach Angaben der Feuerwehr war sie aus ihrem Auto gestiegen, um ein Hindernis aus dem Weg zu räumen. Dabei wurde sie von einem umstürzenden Baum getroffen.

Die in Bayreuth geborene Journalistin gab seit 2008 das DGAP-Organ "IP – die Zeitschrift" sowie das "Berlin Policy Journal" heraus. Davor schrieb sie unter anderem für die "Jüdische Allgemeine", das österreichische Magazin "Profil", das Schweizer Magazin "Facts" und den Berliner "Tagesspiegel". Sie war auch Buchautorin und Rezensentin.

Tempel sei eine außerordentliche Persönlichkeit in der außenpolitischen Debatte gewesen. Als Gesprächspartnerin in Politik und Öffentlichkeit sowie als Kommentatorin habe sie die Diskussionen in den Medien bereichert. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) lobte Tempels Diskussionsbeiträge sowie ihre Fein- und Scharfsinnigkeit. (APA, 6.10.2017)