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Nach 20 Jahren: AOL Instant Messenger sperrt zu

7. Oktober 2017, 11:29

Wohl nicht mehr lukrativ gewesen – Fokus auf andere Produkte

Nach zwanzig Jahren werden am 15. Dezember die letzten Nachrichten über den AOL-Messenger verschickt, danach wird der Dienst abgedreht. Das Service war lange Zeit das Tool für Online-Kommunikation in den USA bis Facebook und WhatsApp zunehmend User wegnahmen. AOL will sich laut einer Aussendung an die Nutzer des Messengers nun auf eine auf andere Produkte fokussieren.

Freundesliste lässt sich nicht exportieren

Die offiziellen Applikationen für macOS, Windows, iOS und Android werden aus den Stores entfernt werden. Bis zum 15. Dezember haben Nutzer die Möglichkeit geschickte Bilder herunterzuladen. Die Freundesliste kann nicht exportiert oder auf andere Dienste übertragen werden.

Die berühmten Chatsounds des Messengers.
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Von 224 Milliarden auf 4,4 Milliarden Wert geschrumpft

Im Jahr 1997 gestartet kämpfte AOL gegen die Konkurrenz von ICQ, MSN und Yahoo an. In den USA konnte die Vorherrschaft erlangt werden bis eben Facebook und WhatsApp kam. Ein Übergang auf die mobile Welt konnte nie wirklich vollzogen werden. In seiner besten Zeit war der Dienst 224 Milliarden Dollar wert, im Jahr 2015 wurde er dann für 4,4 Milliarden Dollar an Verizon verkauft.

ICQ will es nochmal wissen

Anfang des Jahres gab gegenüber Ars Technica ein Mitarbeiter an, dass die Nutzerbasis massiv geschrumpft sei und die Kosten für den Dienst die Einnahmen übersteigen würden. ICQ, ein weiteres Messenger-Urgestein versucht es übrigens nochmal: Im März wurde ein Desktop-Client mit neuen Funktionen veröffentlicht. (red, 07.10.2017)