Paris – Zehn Rechtsextreme sind in Frankreich wegen mutmaßlicher Anschlagspläne gegen Politiker, Flüchtlinge und Moscheen festgenommen worden. Die Verdächtigen im Alter zwischen 17 und 25 Jahren seien am Dienstag im Großraum Paris und im Südosten des Landes gefasst worden, hieß es. Die Anschlagsvorbereitungen sollen sich aber noch im Anfangsstadium befunden haben.

Als mögliche Zielpersonen von Anschlägen wurden Regierungssprecher Christophe Castaner und Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon genannt. Hintergrund sind demnach Ermittlungen gegen ein früheres Mitglied der rechtsextremen Gruppierung Action française (AF). Logan Alexandre Nisin, der auch Waffen besaß, war im Juni im südfranzösischen Vitrolles festgenommen worden. Er hatte in sozialen Netzwerken mit Gewalt gegen Jihadisten, Flüchtlinge und Migranten gedroht.

Die nun festgenommenen neun Männer und eine Frau sollen in Kontakt mit Nisin gestanden haben, wie es aus Ermittlerkreisen weiter hieß. Sie sind nun in Polizeigewahrsam, ihnen wird die Beteiligung an einer "terroristischen Vereinigung" vorgeworfen. Die Action française ist eine royalistische Splittergruppe mit antisemitischen Wurzeln und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. (APA, 17.10.2017)