US-Wahlen: Kaum Lichtblicke für die Republikaner

8. November 2017, 16:59

Nicht nur in Virginia, New Jersey und New York siegten die Demokraten – auch andernorts gab es für sie Erfolge

Washington – Man muss genau schauen, um in den Ergebnislisten vom Dienstag Positives für die US-Republikaner zu finden. Am ehesten können sie sich am Ergebnis der Nachwahl zum Repräsentantenhaus im dritten Wahlbezirk des Staates Utah aufrichten. Der traditionell republikanisch-mormonische Sitz musste nach dem Rücktritt des Amtsinhabers Jason Chaffetz nachbesetzt werden. Er ging mit 57 Prozent an den republikanischen Bürgermeister von Provo, John Curtis. Chaffetz hatte 2016 73 Prozent erhalten.

Sonst gab es in jenen Rennen, die als eng galten, Niederlagen: In St. Petersburg, Boston und Charlotte gingen Bürgermeistersessel an Demokraten, in Seattle und Atlanta haben sie in Stichwahlen beste Chancen. Im Staat Washington halten Demokraten nun eine Mehrheit im Senat, damit kontrollieren sie Exekutive und Legislative an der gesamten Westküste. In Philadelphia gewann Bürgerrechtler Larry Krasner die Wahl zum Bezirksstaatsanwalt. Er will Benachteiligten den Zugang zum Recht erleichtern. In Maine votierten die Bürger zu 58 Prozent dafür, Zugangsschranken zur staatlichen Bedürftigenversicherung Medicaid zu senken. (Manuel Escher, 8.11.2017)