Foto: AM General

Militärgeländewagen-Firma Humvee verklagt "Call of Duty"-Macher

8. November 2017, 18:41

Wagen laut Hersteller ohne Rücksprache in Spiel eingebaut

Die amerikanische Militärfahrzeug-Marke Humvee fährt schwere Geschütze gegen den "Call of Duty"-Macher Activision Blizzard auf. Humvee reichte vor einem US-Bezirksgericht in Manhattan Klage gegen den Computerspielekonzern ein. Demnach hat Activision Blizzard Humvee-Wagen ohne Rücksprache mit dem Hersteller in sein Spiel "Call of Duty" eingebaut und bei Lizenzprodukten wie Spielzeugen und Büchern genutzt.

Ausgleichszahlungen sowie Bußgelder gefordert

Die Humvee-Muttergesellschaft AM General wirft dem kalifornischen Marktführer vor, den Ruf der Marke für sich zu nutzen und fordert nun Ausgleichszahlungen sowie Bußgelder. Activision war zunächst nicht erreichbar.

Die Egoshooter-Reihe "Call of Duty", bei der der Spieler meist als Soldat agiert, kam bereits 2003 auf den Markt und war im vergangenen Jahr mit 250 Millionen veräußerten Exemplaren das meistverkaufte Konsolenspiel der Welt. Der Umsatz lag bei mehr als 15 Milliarden Dollar.

Humvee-Militärautos werden seit mehr als 30 Jahren von der US-Armee genutzt und waren unter anderem in Afghanistan und dem Irak im Einsatz. AM General stellt auch den berühmten Hummer-Geländewagen für die zivile Nutzung her. (Reuters, 8.11.2017)