Informatik an TU Wien startet "Bachelor with Honors"-Programm

9. November 2017, 14:21

Zur Förderung akademischer Exzellenz

Die Fakultät für Informatik an der Technischen Universität (TU) Wien startet mit dem "Bachelor with Honors" ein neues akademisches Exzellenzförderungsprogramm. Bewerben können sich Kandidaten mit herausragendem Studienerfolg und hoher Prüfungsaktivität. Sie absolvieren dann mit Unterstützung eines Mentors ein individuell zusammengestelltes Zusatzprogramm.

Vorbild aus angloamerikanischen Raum

Vorbild der in Österreich derzeit einzigen Initiative sind diverse "Honors" bzw. "Honour"-Programme im angloamerikanischen Raum. Dort werden sie allerdings oft erst nach Abschluss eines regulären Bachelor-Studiums angeboten. An der TU ist es dagegen als Vertiefung des Bachelor-Studiums mit individueller Förderung und Zusatzqualifikation konstruiert.

Bewerben können sich dafür Studenten der Informatik und Wirtschaftsinformatik, die bereits Bachelor-Pflicht-Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindestens 72 ECTS-Punkten absolviert haben, einen gewichteten Gesamtnotenschnitt von höchstens einem Gut aufweisen und ein habilitiertes Fakultätsmitglied als Mentor gewinnen können. Gemeinsam mit diesem wird dann ein inhaltlich begründetes "Bachelor with Honors"-Programm aus forschungsrelevanten, vertiefenden oder ergänzenden Pflicht-Lehrveranstaltungen erstellt.

Voraussetzungen

Für den Abschluss des Programms sind unter anderem ein Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung, ein ECTS-gewichteter Notenschnitt aller Lehrveranstaltungen von mindestens 1,5 sowie eine Gesamtstudiendauer von höchstens neun Semestern nötig. Dafür erhalten die Absolventen ein eigenes Abschlusszertifikat sowie ein persönliches Empfehlungsschreiben des Rektorats.

Die TU rechnet zunächst mit rund 50 Bewerbungen. Kapazitäten hat man vorerst für 100 Studenten, eine Erweiterung sei aber möglich, hieß es gegenüber der APA. Das zunächst auf die Informatik-Fakultät beschränkte Projekt soll bei entsprechendem Erfolg auch auf andere Studien ausgeweitet werden. (APA, 9.11.2017)