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Nach "blauem Häkchen" für Rechtsextremen: Twitter verifiziert vorerst keine Profile mehr

10. November 2017, 14:44

CEO kündigte an, dass man das System überarbeiten werde

Twitter will vorerst keine blauen Häkchen mehr vergeben. Der Grund hierfür liegt bei einem Vorfall, der auf der Plattform stark diskutiert wurde. So erhielt der Account von Jason Kessler, einem prominenten US-Rechtsextremen das blaue Häkchen, was eine Art Verifizierung darstellt. Twitter vergibt dieses, wenn das Profil von "öffentlichem Interesse ist" – so die Begründung im Erklärtext dazu. Allerdings stellt die Plattform dort auch klar, dass dies nicht bedeute, dass man die Inhalte billige.

Michael Ian Black richtete sich direkt an Twitter-CEO Dorsey.

CEO: Das System ist kaputt, wir werden es überdenken

Nachdem Kessler das blaue Häkchen erhielt richteten sich einige Nutzer der Plattform direkt an den CEO höchstpersönlich. Der Comedian Ian Black schrieb Jack Dorsey auf Twitter an und sagte, dass durch das blaue Häkchen für den Rechtsextremen bestätigt wurde, dass der Microblogging-Dienst eine Plattform für Hasskommentare sei. Der CEO antworte nach weiteren Protesten, dass das System kaputt sei und überdacht werden müsse.

Der Support meldete sich zu dem Vorfall.

Bald Änderung beim Verifizierungsprozess

Während dem Stopp für weitere Verifizierungen soll nun an einer Lösung gearbeitet werden. In Kürze will sich der Microblogging-Dienst mit einem Update zu dem Prozess melden. (red, 10.11.2017)