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Russland-Affäre: Kushner soll Informationen zurückgehalten haben

17. November 2017, 07:49

Trumps Schwiegersohn legte Dokumente über Russland-Kontakte nicht vor

Washington – In der Affäre um mögliche Einmischungen Russlands in den US-Wahlkampf 2016 soll der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, einem Senatsausschuss Informationen vorenthalten haben. In einem Brief der Senatoren Charles E. Grassley (Republikaner) und Dianne Feinstein (Demokratin) an Kushners Anwalt ist von einem "russischen Hintertürangebot" und einer "Dinnereinladung" die Rede.

Auch von E-Mails an Kushner "bezüglich Wikileaks" werden in den Schreiben erwähnt. Kushner habe es trotz mehrfacher Aufforderungen versäumt, mehrere Dokumente offenzulegen, schreiben die Senatoren. Grassley ist Vorsitzender des Justizausschusses des Senats. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 gehackte E-Mails aus dem demokratischen Lager um Hillary Clinton veröffentlicht. US-Geheimdienste beschuldigen Russland, hinter den Hacking-Angriffen zu stehen.

Vor wenigen Tagen hatte Präsidentensohn Donald Trump Jr. direkte Kontakte mit der Enthüllungsplattform Wikileaks einräumen müssen. Am Montagabend veröffentlichte er Nachrichten, die eine Kommunikation zwischen ihm und dem Twitterkonto von Wikileaks zeigen, in denen er sich unter anderem bereit zeigte, Leaks der Plattform "zu pushen". (APA, red, 17.11.2017)