Foto: Langenscheidt Verlag

"I bims" ist deutsches Jugendwort des Jahres

17. November 2017, 13:47

Wörter wie "selfiecide", "napflixen" und "Teilzeittarzan" wurden bei der diesjährigen Wahl geschlagen

München – Der deutsche Langenscheidt-Verlag hat aus 30 Wörtern zum zehnten Mal das Jugendwort des Jahres gewählt. Diesjähriger Sieger wurde der Kunstbegriff "I bims" – eine abgewandelte Form von "Ich bin's".

Unter den Favoriten waren auch Wörter wie "napflixen" (für ein Nickerchen während des Filmschauens), "geht fit" (Bezeichnung für etwas, das läuft) und "tinderjährig" (alt genug, um die App Tinder zu benützen).

Am Mittwoch gab die 20-köpfige Jury des Langenscheidt-Verlags die Top-Ten-Liste bekannt.

20-köpfige Jury kürt den Sieger

Über eine Million Votes bestimmten die diesjährige Auswahl an Wörtern. Eine 20-köpfige Jury aus Youtubern, Bloggern und Sprachwissenschaftern krönte schlussendlich das Wort, das die Sprache der Jugend in diesem Jahr am besten wiedergeben soll. Als Auswahlkriterien werden sprachliche Kreativität, Originalität, Verbreitungsgrad des Wortes sowie gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse in den letzten Jahren genannt.

In den vergangenen Jahren konnten sich so Begriffe wie "Smombie" (eine Mischung aus Smartphone und Zombie) und "Babo" (Boss, Anführer, Chef) durchsetzen.

Was ist das für 1 Trend vong Internet her?

Laut dem bayerischen Nachrichtenportal "Merkur" stammt die analphabetische Wortkombination "I bims" ursprünglich von der Facebook-Seite "Nachdenkliche Sprüche mit Bilder"

Die Seite zählte im November 2017 bereits 360.000 Fans. Sie lebt von Kombinationen aus Bild und Text, die auch immer Rechtschreibfehler und Wiederholungen gewisser Begriffe, wie "vong ... her" oder eben "i bims" beinhalten.

Willy Nachdenklich ist der Erfinder von Wortkombinationen wie "vong her" und "i bims".
tom kramer

"Kennt niemand"

Kritik an der Verleihung kommt jedes Jahr in Diskussionen darüber auf, ob es in Deutschland Teenager gibt, die wirklich so sprechen. Bei der letztjährigen Verleihung in einem Münchner Hotel berichteten viele Medien von leeren Gesichtern der Anwesenden. Viele hatten den Sieger des Jahres 2016, "fly sein", davor noch nie gehört. (krop, 17.11.2017)