Foto: Reddit/F0ngen

"Battlefront 2": Spieler erschummeln Credits mit Gummibändern

26. November 2017, 14:07

Fixierung von Analog-Sticks gaukelt Bewegung des Spielers vor

Zwar hat Electronic Arts infolge des Shitstorms gegen das Lootbox-System in "Battlefront 2" die Mikrotransaktionen in dem Game vorerst abgeschafft, zufrieden zeigen sich viele Spieler aber dennoch nicht. Für den Fortschritt spielen nach wie vor Ingame-Credits eine große Rolle, doch mit der Zeit werden die Anforderungen so hoch, dass Spieler entweder sehr erfolgreich oder sehr lange spielen müssen.

Dem Entgehen manche Spieler durch den Einsatz von Bots, also Programmen, die ihre Charaktere automatisiert steuern, um an Matches teilzunehmen, ohne tatsächlich physisch vor dem Spielgerät zu sitzen. Derlei Eingriffe lassen sich jedoch automatisiert ermitteln und stellen einen klaren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar – die Folge ist eine dauerhafte Sperre. Manche greifen allerdings zu kreativeren Lösungen, berichtet Eurogamer nach einem Fund auf Reddit: Gummibänder.

Angebundene Analog-Sticks, ein alter Trick

Die Methode ist einfach umsetzbar und gaukelt den Servern erfolgreich Aktivität vor, auch wenn man gerade nicht anwesend ist – somit wird ein Rauswurf wegen Inaktivität verhindert. Mit den elastischen Bändern werden die Analog-Sticks des Controllers in einer Außenposition fixiert. Somit erfolgt eine konstante Übertragung von Bewegung der Spielfigur und ihres "Visiers". Für Mitspieler ist dieser Trick freilich recht leicht zu erkennen, zumal sich der jeweilige Freund oder Gegner wie verrückt im Kreis dreht.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Haushaltshelfer aus Gummi als Spielhilfe zum Einsatz kommen, erinnert Eurogamer. Ähnliche Tricks nutzten etwa schon Spieler von neueren "Elder Scrolls"-Titeln, um die Bewegungsattribute ihrer Helden zu steigern. In den Fantasy-Rollenspielen von Bethesda lassen sich bestimmte Fähigkeiten durch häufige Verwendung ausbauen.

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Sperre droht

Allerdings dürften sich die "Gummi-Cheater" in "Battlefront 2" auf dünnem Eis bewegen. Auch ihre Methode dürfte sich als Form des Cheatens bzw. Erschleichens von Credits auslegen lassen und könnte daher zu Sperren führen. Dazu sind sie dem Spielspaß der tatsächlich partizipierenden Mitspieler nicht unbedingt zuträglich. (red, 26.11.2017)