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Microsoft investiert Milliardenbetrag in Ausbau der Firmenzentrale

29. November 2017, 10:23

Der IT-Konzern will 12 Gebäude abreißen und 8.000 Arbeitsplätze schaffen – aber in Redmond bleiben

Facebook, Google und vor allem Apple: Sie alle glänzen mit modernen, architektonisch herausragenden Hauptquartieren. Auch Amazon hat angekündigt, bald eine zweite Firmenzentrale zu bauen. Jetzt zieht auch Microsoft nach. Der IT-Konzern will seinem Campus in Redmond nahe Seattle ein Update verpassen. Der Plan soll am Mittwoch offiziell präsentiert werden. Dann hält Microsoft seine jährliche Hauptversammlung mit Aktionären ab.

Zwölf Gebäude werden abgerissen

Insgesamt sollen mehrere Milliarden Dollar investiert werden. Microsoft will zwölf Gebäude abreißen und sie mit 18 höheren Gebäuden ersetzen. Eine 8.000 Quadratmeter große offene Plaza soll für ein "urbaneres Gefühl" sorgen, berichtet die New York Times. Dazu kommen neue Rad- und Gehwege. Der Umbau soll bis zu sieben Jahre dauern. Er wird als Symbol für den Wiederaufstieg und das neue Selbstbewusstsein von Microsoft gesehen. Der Konzern kündigte in den vergangenen Jahren nach internen Restrukturierungen zahlreiche Mitarbeiter, nun sollen in Redmond 8.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Amazon zieht (halb) um

Das Investment in die Gegend rund um Seattle beruhigt Einheimische, die eine Abwanderung der IT-Szene befürchtet haben. So sucht Amazon, der zweite große Internetkonzern aus dieser Gegend, US-weit nach einem Platz für ein zweites Hauptquartier. Microsoft sieht sein Investment nicht als Kommentar zu Amazon, sagt gegenüber der New York Times jedoch, dass "ein Hauptquartier reicht".

Dass Microsoft nicht näher zu Seattle rückt, sondern weiterhin auf Busservices für Mitarbeiter zählt, wird mit gemischten Gefühlen gesehen. Einige Mitarbeiter würden wohl gerne in Seattle wohnen und arbeiten – blühende Start-Up-Szenen findet man momentan eher in Großstädten als Gebieten außerhalb der Metropolen. Gleichzeitig sorgen diese Start-Ups oft für hohe Mieten und steigende Preise in Städten. (red, 29.11.2017)

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NYT