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Österreichische Start-ups mit Phönix-Gründerpreis ausgezeichnet

30. November 2017, 14:18

Erfolgreiche Spin-offs, Start-ups und Prototypen geehrt

Der vom Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium vergebene Gründerpreis Phönix wurde Mittwochabend in Wien verliehen. In fünf Kategorien wurden wirtschaftlich erfolgreiche Start-ups, Spin-offs und Prototypen ausgezeichnet. Die Sieger erhielten die Teilnahme als Experten bei einem einschlägigen internationalen oder nationalen Event im Wert von 5.000 Euro.

Softwarelösung für autonome Roboter

Sieger in der Kategorie "Spin-off" wurde die Grazer Incubed IT GmbH, die mit ihrer Softwarelösung einer Flotte von autonomen mobilen Robotern ermöglicht, sich ohne Vorgabe eines Weges in einem Gebäude zu einem Ziel zu bewegen. Dabei sorgt eine zentrale Instanz für die optimale Verteilung der Aufträge an alle Roboter. Bei maximaler Flexibilität werden so Transportkosten gering gehalten.

In der Kategorie "Business" wurde die Linzer Surgebright GmbH ausgezeichnet. Das Start-up hat medizinische Schrauben aus humanem kortikalem Knochengewebe entwickelt. Die Schrauben müssen nach Knochenbrüchen nicht mehr entfernt werden, Patienten wird eine weitere Operation und mögliches Infektionsrisiko erspart.

Schnellstwachsende App im Tagebuch- und Blogging-Bereich

In der Kategorie "Frauen" gewann Bianca Busetti, Mitgründerin der App "Journi", der laut Aussendung momentan schnellstwachsenden App im Tagebuch- und Blogging-Bereich in Europa. Mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglicht es "Journi", anhand der User-Daten automatisch das optimale Layout für Fotobücher etwa von Reisen zu finden.

Die Villacher Nilab GmbH entschied die Kategorie "Start-up International" mit ihrer Entwicklung von elektrischen Minimotoren für sich, die bei Maschinenherstellern gefragt sind. Die ursprüngliche Geschäftsidee wurde in Italien entwickelt und durch Unternehmensgründung in Österreich umgesetzt.

Sieger der Kategorie "Prototyp" wurde die Technische Universität Wien. Die von der Chemikerin Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie durchgeführten Versuche ermöglichen die Herstellung von hochkristallinen Polyimid-Membranen mit Bienenwabenstruktur. Solche Waben könnten in der Flugzeug- und Automobilindustrie, für die Wasseraufbereitung, in Gastrennanlagen und für Brennstoffzellen eingesetzt werden. (APA, 30.11. 2017)