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Achtsamkeitstraining in fünf Minuten: Eine Übung zum Ankommen

1. Dezember 2017, 13:25

Pharmazeutin Martina Esberger-Chowdhury mit einer praktischen Übung für stressige Tage: In drei bis fünf Minuten zu mehr Entspannung

· Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Setzen Sie sich aufrecht hin. Stellen Sie Ihre Füße nebeneinander vor Ihnen auf den Boden. Nehmen Sie einen tiefen Atemzug, und entspannen Sie sich. Vielleicht möchten Sie Ihre Augen schließen. Sollten Sie sich mit offenen Augen wohler fühlen, dann richten Sie Ihren Blick sanft auf einen Punkt auf dem Boden. Legen Sie die Hände in Ihren Schoß, oder lassen Sie die Handinnenflächen auf Ihren Knien ruhen.

· Sobald Sie bereit sind, gehen Sie mit der Aufmerksamkeit bewusst in den Körper. Beginnen Sie mit den Sohlen Ihrer Füße, spüren Sie die Empfindungen in den Füßen, und nehmen Sie die Verbindung nach unten wahr.

· Nehmen Sie Ihre Füße und die Verbindung abwärts bewusst wahr. Malen Sie sich aus, dass diese Verbindung bis in die Mitte der Erde reicht.

· Nun richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach oben. Gehen Sie bewusst die Beine entlang, spüren Sie Ihre Wirbelsäule, Wirbel für Wirbel, bis Sie beim Kopf angelangt sind. Achten Sie bewusst auf die obere Schädeldecke, und spüren Sie die Verbindung, die sich nach oben richtet. Werden Sie sich dessen bewusst, dass der Globus unseres Kopfes ein kleiner Mikrokosmos im umgebenden Makrokosmos ist. Nehmen Sie diese Verbindung bewusst wahr.

· Langsam bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit zur Mitte des Körpers, zum Herz. Spüren Sie dabei nicht nur Ihr physisches Herz, sondern das gesamte Energiefeld des Herzens. Nehmen Sie wahr, dass dieser Teil unseres Körpers es uns ermöglicht, mit anderen Lebewesen, die uns umgeben, in Verbindung zu treten. Stellen Sie sich vor, es laufen unsichtbare Fäden zwischen uns. Werden Sie sich der Verbindungen bewusst, die vom Herzen ausgehen.

· Nun empfinden Sie diese Qualität der Verbindung zu allen Menschen, die in der Vorweihnachtszeit von Hektik umgeben sind. Öffnen Sie Ihr Herz. Versuchen Sie Menschen – bekannt und unbekannt – in Ihr soziales Feld aufzunehmen. Versuchen Sie einen Platz im Herzen zu schaffen, der breit und tief genug ist für alle.

· Lassen Sie dieses Gefühl langsam los. Kommen Sie zurück ins Hier und Jetzt. Entspannen Sie für einen Augenblick. Öffnen Sie Ihre Augen, und setzen Sie Ihren Tag von diesem Platz der Kraft und Verbindung aus fort. (red, 1.12.2017)

Zur Person

Martina Esberger-Chowdhury ist in Mumbai geboren und ist Pharmazeutin, Achtsamkeitsberaterin und -trainerin in Wien. Sie wird hier in den kommenden Wochen Achtsamkeitsübungen vorstellen.

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