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Keine Nacktfotos und Schimpftiraden: Wie man sich auf Whatsapp Ärger erspart

2. Dezember 2017, 13:05

Ein Survivalguide zum populären Kommunikationsdienst

Whatsapp hat sich für viele zum Kommunikationsdienst der Wahl gemausert. Was früher per SMS oder Anruf besprochen wurde, wird heute mit dem Facebook-Dienst erledigt. Allerdings brachte das Service auch Funktionen mit sich, die manche Nutzer zur Weißglut bringen. Wochenlang wurde etwa der neue Status beim Messenger diskutiert, das Unternehmen knickte schließlich ein und brachte die alte Option wieder zurück. Doch es gibt noch eine Sache, die Nutzer regelmäßig ärgert und zwar Gruppenchats.

Gruppenchats muten

Schnell findet man sich in einer WhatsApp-Gruppe wieder und umso schneller kann eine unbedachte Nachricht, stundenlange Diskussionen auslösen. Generell lohnt es sich Gruppenchats zu muten, damit das Handy nicht dauerhaft vibriert, wenn gerade ein Nachrichtenschwall das eigene Mobiltelefon erreicht. Die Benachrichtigungen für eine bestimmte Gruppe lassen sich über die Gruppeninfo kurzzeitig, aber auch für bis zu ein Jahr deaktivieren. Danach hat man Stille.

Ausstieg bedacht wählen

Ist diese Option keine Möglichkeit, gibt es immer noch Wege, ein dauerhaft läutendes oder vibrierendes Smartphone zu vermeiden. Der britische "Guardian" hat etwa eine Art Whatsapp-Survival-Guide im Angebot, der für die gängigsten Gruppen angewendet werden kann, die jeder kennt. Ein Ausstieg aus einem Whatsapp-Gruppenchat wird generell nicht empfohlen – hält man es doch nicht mehr ganz aus, sollte die Verabschiedung ohne viel Drumherum in der Früh gewählt werden.

Nacktfotos tabu

Ist so ein Abgang keine Möglichkeit, bietet sich immer noch die Option einer Ausrede. Das Datenvolumen ist etwa aufgebraucht oder man hat momentan zu viel für Uni oder Arbeit zu tun, weshalb man gerne den Gruppenchat vorläufig verlassen wolle, aber dann natürlich wiederkomme. Zumeist wird auf eine Wiedereinladung dann vergessen. Keinesfalls vergessen sollte man, dass jeder Gruppenchat-Teilnehmer Screenshots machen kann. Nacktfotos oder Schimpftiraden sollte man deshalb vermeiden.

Phrasen vermeiden

Zudem gibt es laut dem Guardian auch bestimmte Phrasen, die man vermeiden sollte, wenn man kein großes Drama möchte. "Ich feiere Weihnachten dieses Jahr im Ausland, passt das eh?" bietet sich für Gruppenchats mit der Familie etwa nicht an. In Gruppen die sich einem bestimmten Thema verschrieben haben, sollten Off-Topic-Diskussionen ebenso eher vermieden werden. Dies kann schnell ausarten und zu hunderten Nachrichten führen. In WG-Gruppenchats sollten zudem Diskussionen eher vermieden werden – besser persönlich mit den Mitbewohnern besprechen, wer das eigene Essen schon wieder gestohlen hat.

Der Rettungsanker

Hat man all die Verhaltenstipps nicht beachtet und wurden Dinge per Whatsapp verschickt, die man nach kurzer Zeit wieder bereut, gibt es noch einen Rettungsanker. Seit kurzem erlaubt der Dienst, verschickte Nachrichten wieder zu löschen. Allerdings nur sieben Minuten lang. Zudem können andere Gruppenteilnehmer davor Screenshots machen. Lieber also zwei Mal nachdenken, bevor eine Nachricht in den Gruppenchat oder an bestimmte Personen verschickt wird. (red, 2.12.2017)