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Euges will sich 40 Millionen für Immoprojekte beschaffen

4. Dezember 2017, 13:33

Die zur Schilling-Gruppe gehörende Immobiliengesellschaft hat zwei Anleihen aufgelegt. Leistbares Wohnen nahe von Ballungsräumen steht im Fokus

Wien – Die Auswahl für Investoren, die ihr Geld in Immobilienprojekten arbeiten lassen wollen, wird größer. Die Schilling-Gruppe mit Sitz in Wien, die in mehr als 30 Jahren gut 80 Projekte im Gesamtwert von rund 270 Millionen Euro in Eigenregie umgesetzt oder vermittelt hat, begibt über ihren Immobilienarm Euges zwei Anleihen.

Bei der einen Anleihe, einem Bauwertpapier, handelt es sich um eine Inhaberschuldverschreibung mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinsversprechen von 5,50 Prozent. Das Emissionsvolumen beträgt 15 Millionen Euro.

Mindestveranlagung 1.000 Euro

Beim Wohnwertpapier, ebenfalls als Inhaberschuldverschreibung konzipiert, beträgt die Laufzeit sieben Jahre, die Verzinsung 4,25 Prozent. Das Emissionsvolumen liegt bei 25 Millionen Euro. Die Mindestveranlagung beträgt in beiden Fällen 1.000 Euro. Gezeichnet werden können die Anleihen ab sofort. Gehandelt werden die Papiere am Dritten Markt in Wien sowie im Freiverkehr der Börse in München.

Als Besonderheit habe man eine Treuhandsicherung eingebaut, sagten die Euges-Geschäftsführer Gerhard Kantusch und Jörg Neuhold dem STANDARD. Erst der Treuhänder habe die Befugnis, die Mittel freizugeben. Beim Bauwertpapier gebe es zudem noch eine hypothekarische Sicherheit ersten Ranges.

"Leistbares Wohnen" im Fokus

Das Alleinstellungsmerkmal der Euges, in der erst kürzlich alle Immobilienprojekte der Schilling-Gruppe zusammengefasst wurden, sei, dass sie im Umland großer Ballungszentren investiert ist und dort weitere Projekte verfolge. Im Fokus stehe "leistbares Wohnen", wie Kantusch sagte.

Ein aktuelles Projekt mit geplanter Fertigstellung im kommenden März ist eine Wohnhausanlage beim Bahnhof in Bruck an der Leitha. Projekte am Felsersee zwischen Tulln und Krems sowie in Bad Sauerbrunn runden die Palette ab. (Günther Strobl, 4.12.2017)