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Kamera trieb im Meer von England nach Deutschland: Besitzer gefunden

5. Dezember 2017, 13:30

Schüler hatte Gerät am Strand verloren

Der Besitzer einer wasserdichten Kamera, die mehr als 800 Kilometer durch die Nordsee getrieben sein soll, ist gefunden. Es handle sich um den kleinen Buben William, der mit seinen Eltern nahe der englischen Stadt Kingston upon Hull wohne, sagte der Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Ralf Bauer, am Dienstag.

Reise von zwei Monaten

Die Videokamera des Schülers war laut den Daten auf der Speicherkarte am 1. September an der Ostküste Großbritanniens in der Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire von einer Welle ins Meer gespült worden. Sie filmte noch die ersten Minuten unter Wasser. Etwa zwei Monate später landete sie an Schleswig-Holsteins Küste auf der Hallig Süderoog.

Die Kamera hatte auf der Speicherkarte dokumentiert, wie sie verloren wurde und das Meer sie verschlang. Um den Buben ausfindig zu machen, stellten die Hallig-Bewohner Nele Wree und Holger Spreer das Video ins Internet. Das Filmchen entwickelte sich zu einem viralen Hit, über den Medien auf beiden Seiten des Kanals berichteten. Dadurch erfuhr auch Williams Vater davon. Der Bub habe die Kamera im vergangenen Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen, sagte Bauer. Der Vater hoffe, sie seinem Sohn in diesem Jahr erneut zu Weihnachten geben zu können. (APA, 5.12.2017)