Foto: Hasama Underwater Park

Fisch der Superlative stellt eine neue Art dar

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6. Dezember 2017, 07:30

Neue Spezies aus der Gattung der Mondfische ist der schwerste Knochenfisch des Planeten

Schwer wie ein Mühlstein: Der neue Name der Rekord-Mondfischart lautet ab sofort Mola alexandrini.
foto: hasama underwater park

Hiroshima/Wien – Im Fall dieser Fische sind die Namen gut gewählt: Wissenschaftlich heißt die Gattung der fast kreisrunden Mondfische Mola (Englisch übrigens Sunfish). Und "mola" ist das lateinische Wort für Mühlstein. Tatsächlich gilt Mola mola mit 2,3 Tonnen im Guinnessbuch der Rekorde als der schwerste Knochenfisch der Welt. (Knochenfische haben Skelette aus Knochen und nicht aus Knorpeln, wie dies bei Haien oder Rochen der Fall ist, die noch viel schwerer werden können.)

Aus einer Art werden drei

Japanische Fischexperten um Etsuro Sawai (Uni Hiroshima) haben nun noch einmal genaue Nachforschungen über die Gattung der Mondfische angestellt, die das Guinnessbuch korrigieren. Für ihre Studie im Fachblatt "Ichthyological Research" werteten sie rund 1.000 Mondfischbeobachtungen aus 500 Jahren aus. Und dabei zeigte sich, dass Mola mola aus drei hinreichend unterschiedlichen Spezies besteht.

Auch eher von der größeren Sorte: ein schwimmender Mondfisch vor der Küste Portugals.
earth touch

Bereits im Juli 2017 wurde eine der neu identifizierten Arten offiziell Mola tecta getauft. Dann blieb neben Mola mola aber noch Mola alexandrini als eigene neue Art. Und der konnte man auch jenen bereits 1996 gefangenen Mondfisch zuordnen, der 2,72 Meter lang war und 2300 Kilogramm auf die Waage brachte. (2004 wurde vor der japanischen Küste übrigens ein 3,32 Meter langes Exemplar von Mola alexandrini gefangen, aber nicht gewogen.)

300 Millionen Eier

Mondfische, die wegen der gummiartigen Konsistenz ihres Fleisches als Speisefische nicht allzu beliebt sind, halten übrigens noch zumindest einen weiteren Rekord: In einem nur 1,37 Meter langen Weibchen fanden Wissenschafter nicht weniger als 300 Millionen Eier. Größere Exemplare dürften deutlich mehr davon produzieren. (tasch, 6.12.2017)