Foto: Pier Paolo Cito/AP/dapd

Dexter Fletcher soll Queen-Film "Bohemian Rhapsody" vollenden

7. Dezember 2017, 11:25

Kurt Russell spielt Weihnachtsmann – "Life"-Regisseur Espinosa dreht Kriegsfilm – Leinwand-Ehemann für Julia Roberts gefunden

Los Angeles – Das Filmstudio 20th Century Fox hat einen neuen Regisseur für den Film "Bohemian Rhapsody" über die legendäre britische Band Queen gefunden. Nach übereinstimmenden amerikanischen Medienberichten soll Dexter Fletcher die Aufgabe übernehmen. Der 51-jährige Brite hat neben seiner Arbeit als Schauspieler unter anderem den Film "Eddie The Eagle: Alles ist möglich" gedreht.

Am Montag hatte ein Sprecher des Filmstudios mitgeteilt, dass US-Filmemacher Bryan Singer (52, "X-Men") die Regie des Films abgeben muss. Singer soll mehrmals nicht zu den Dreharbeiten in London erschienen sein.

Nun soll Fletcher schon in der nächsten Woche die Arbeit aufnehmen. Nach dem bisherigen Plan müsste nur noch zwei Wochen lang gedreht werden. Das Filmstudio hofft, "Bohemian Rhapsody" wie geplant zu Weihnachten 2018 in die Kinos bringen zu können. Rami Malek, bekannt aus der TV-Serie "Mr. Robot", spielt den 1991 gestorbenen Queen-Frontmann Freddie Mercury. Ben Hardy, Joe Mazzello und Gwilym Lee sind als weitere Bandmitglieder an Bord.

Singer hingegen bestreitet ein Fehlerverhalten seinerseits. Gegenüber dem "Hollywood Reporter" sagte der Regisseur am Montag, er wollte "nichts mehr, als dieses Projekt zu beenden, um dem Vermächtnis von Freddie Mercury und Queen die Ehre zu erweisen, aber Fox würde mir das nicht erlauben, weil ich zeitweilig meine eigene Gesundheit und die meiner Lieben voranstellen musste."

Kurt Russell als Weihnachtsmann

Hollywood-Star Kurt Russell (66, "The Hateful 8", "Guardians of the Galaxy Vol. 2") will sich vor der Kamera als Weihnachtsmann verkleiden. Dem "Hollywood Reporter" zufolge soll er in einem noch titellosen Familienfilm, der vom Streamingdienst Netflix produziert wird, die Santa-Claus-Rolle übernehmen.

An seiner Seite spielen die beiden Jungstars Judah Lewis ("Demolition – Lieben und Leben", "The Babysitter") und Darby Camp ("Big Little Lies") Geschwister, die beweisen wollen, dass der Weihnachtsmann tatsächlich existiert. Regisseur Clay Kaytis ("The Angry Birds Movie") will ab Jänner drehen. Sein Kollege Chris Columbus ("Kevin – Allein zu Haus") ist als Produzent an Bord.

"Life"-Regisseur Espinosa dreht Kriegsfilm

Daniel Espinosa (40), der zuletzt mit Jake Gyllenhaal das Weltraumhorror-Spektakel "Life" inszenierte, soll nun einen Kriegsfilm drehen. Dem Kinoportal "Deadline.com" zufolge sind das Studio Sony Pictures und als Produzenten George Clooney und Grant Heslov mit ihrer Firma Smokehouse Pictures an Bord.

Vorlage für das geplante Projekt ist das Buch "Red Platoon: A True Story of American Valor" des früheren US-Soldaten Clinton Romesha. Er und seine 52 Untergebenen wurden im Oktober 2009 auf einem Gefechtsposten im Nordosten Afghanistans von rund 400 Aufständischen angegriffen. Insgesamt acht Amerikaner starben in dem Gefecht, Romesha selbst wurde verwundet. 2013 erhielt der Veteran für seinen besonderen Einsatz im Afghanistan-Krieg eine der höchsten militärischen Auszeichnungen.

Leinwand-Ehemann für Julia Roberts gefunden

Für Hollywoods "Pretty Woman" Julia Roberts (50) ist ein Leinwand-Ehemann in dem Drama "Ben is Back" gefunden worden. Dem Branchenblatt "Variety" zufolge geht die Rolle an den Emmy-Preisträger Courtney B. Vance (57, "The People v. OJ Simpson: American Crime Story", "Die Mumie").

Lucas Hedges ("Manchester by the Sea") mimt den verstörten Sohn der Familie, der zu Weihnachten überraschend ins Haus seiner Mutter (Roberts) und seines Stiefvaters (Vance) zurückkehrt und damit für Anspannung sorgt. "Ben is Back" wird von Peter Hedges, dem Vater des Jungschauspielers, inszeniert. Der Autor von Filmen wie "Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa" und "Dan – Mitten im Leben!" liefert auch das Drehbuch.

Drehpause für Blake Lively bei "The Rhythm Section"

US-Schauspielerin Blake Lively (30, "The Shallows") muss eine unfreiwillige Drehpause einlegen. Die Produktion des Spionage-Thrillers "The Rhythm Section" ist vorübergehend auf Eis gelegt worden, nachdem Hauptdarstellerin Lively sich an der Hand verletzt hat. Dies sei beim Dreh einer Actionszene passiert, zitiert "Variety" aus einer Mitteilung des Paramount-Studios.

Der Film unter der Regie von Reed Morano, an dem die "Bond"-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli mitwirken, soll im Februar 2019 in den US-Kinos anlaufen. Lively spielt eine junge Frau, deren Familie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt. Als sich herausstellt, dass der Crash vermutlich kein Unfall war, geht sie der wahren Ursache nach.

Sohn von Michael Douglas erstmals wieder vor der Kamera

Cameron Douglas (38), Sohn von Hollywood-Star Michael Douglas (73), steht nach Verbüßen einer längeren Haftstrafe wieder vor der Kamera. Der Promi-Sohn habe in New York den Independent-Kurzfilm "Dead Layer" gedreht, berichtete der "Hollywood Reporter" am Dienstag. Darin spielt er einen Graffiti-Künstler.

Douglas sei bei dem Dreh "sehr engagiert und diszipliniert" gewesen, sagte der Regisseur Carter Winter dem Branchenblatt. Auf Instagram postete der Schauspieler Fotos von den Dreharbeiten. Douglas war im vorigen Jahr nach knapp siebenjähriger Haft wegen Drogenhandels aus dem Gefängnis entlassen worden. Vorige Woche begleitete er seinen Vater Michael und dessen Frau Catherine Zeta-Jones in New York zu einer Filmpremiere. Die Familie sei sich in den schwierigen Zeiten viel näher gekommen, sagte Cameron der US-Zeitschrift "People".

Cameron ist das einzige Kind aus Michael Douglas' erster Ehe mit der Produzentin Diandra Douglas. 2003 stand er an der Seite seines Vaters und seines Großvaters Kirk Douglas in der schwarzen Komödie "Es bleibt in der Familie" vor der Kamera. Seither trat er gelegentlich als Schauspieler auf.

Rechte für Ensemble-Drama "Life, Itself" gehen an Amazon

Das mit vielen Stars besetzte Ensemble-Drama "Life, Itself" soll von den Amazon Studios ins Kino gebracht werden. Das US-Unternehmen habe für mehr als zehn Millionen Dollar die Rechte für den US-Markt erworben, wie "Deadline.com" berichtet.

Der Film mit Annette Bening, Oscar Isaac, Olivia Wilde und Antonio Banderas wurde von dem amerikanischen Autor und Regisseur Dan Fogelman ("Danny Collins") in New York und Spanien gedreht. Das Generationendrama um Liebe und Familie spielt in mehreren Ländern. Als Soundtrack dienen Songs von Bob Dylan, darunter von dessen Album "Time Out Of Mind". Der Film könnte im kommenden Herbst bei Festivals in Toronto und Telluride Premiere feiern, heißt es.

Hugh Jackman sollte nach Pierce Brosnan "007" spielen

Keine Lust auf Wodka Martini? Der Schauspieler Hugh Jackman (49) hat nach eigenen Angaben darauf verzichtet, die Rolle als Geheimagent James Bond zu übernehmen. Während der Dreharbeiten zum Superhelden-Film "X-Men 2" (2003) habe sein Agent ihn gefragt, ob er Interesse daran habe, der neue "007" nach Pierce Brosnan zu werden, sagte Jackman dem Branchenportal "Variety".

"Ich hatte damals einfach das Gefühl, dass die Drehbücher zu unglaubwürdig und verrückt geworden waren und dass sie düsterer und echter werden müssten", erklärte der Australier. Als ihm sein Manager erklärte, dass es in diesen Fragen kein Mitspracherecht gebe, habe er abgelehnt, sagte Jackman. Außerdem habe er die Sorge gehabt, zwischen den Bond-Filmen und "X-Men" keine Zeit mehr für andere Rollen zu haben.

Damals war Daniel Craig auf Brosnan als Geheimagent seiner Majestät gefolgt. Im November 2019 soll der fünfte Bond-Film mit Craig in die Kinos kommen. Und Jackman wird in der Gerüchteküche weiterhin als künftiger James Bond gehandelt.

Quentin Tarantino an nächstem "Star Trek"-Film interessiert

Für Kultregisseur Quentin Tarantino könnten sich indessen bald ganz neue Welten öffnen: Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, hat der US-Amerikaner Interesse am "Star Trek"-Franchise geäußert. Demnach hat Tarantino seine Ideen für einen neuen "Star Trek"-Film mit Kollege J.J. Abrams geteilt. Dieser hat vor acht Jahren für einen Reboot der Sci-Fi-Saga auf der großen Leinwand gesorgt.

Seitdem sind mit "Star Trek" (2009), "Star Trek: Into Darkness" (2013) und "Star Trek: Beyond" (2016) drei Filme in die Kinos gekommen, die allesamt von Abrams produziert wurden. Bei den ersten beiden führte er zusätzlich auch Regie. Dem Bericht zufolge wollen Tarantino und Abrams nun ein Team von Drehbuchautoren zusammenstellen, um für Paramount am nächsten Kapitel zu arbeiten. Tarantino ("Pulp Fiction") wolle außerdem die Regie übernehmen. Vom Filmstudio selbst gab es dazu vorerst keinen Kommentar. (APA, 7.12.2017)