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Briefe aus dem 18. Jahrhundert im Hintern einer Jesus-Statue entdeckt

7. Dezember 2017, 18:23

Geistlicher hinterließ der Nachwelt Schriften zu Religion, Politik und Kultur

Burgos – Bei Restaurierungsarbeiten an einer Jesus-Statue im spanischen Sotillo de la Ribera (Provinz Burgos) wurde eine überraschende Entdeckung gemacht: In einem Hohlraum der Skulptur stießen die Restaurateure nach eigenen Angaben auf zwei handgeschriebene Zettel aus dem Jahr 1777. Die Papierstücke waren demnach an einer pikanten Stelle gefunden worden: quasi im Hintern der Figur.

Die Schriftstücke wurden in einem Hohlraum auf der Rückseite der Figur gefunden.
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Auf ihnen soll der damalige Kaplan der Kathedrale im nahe gelegenen Burgo de Osma, Joaquin Minguez, Informationen aus seiner Zeit festgehalten haben, etwa zu Wirtschaft, Religion, Politik und Kultur, wie spanische Medien berichteten. Offenbar habe der Autor gehofft, dass die Zettel irgendwann gefunden würden.

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Die Zeitung "El País" schrieb von einer "Zeitkapsel". Zwar sei es durchaus üblich, dass Skulpturen aus früheren Jahrhunderten Hohlräume aufwiesen, jedoch sei es äußerst ungewöhnlich, darin handschriftliche Dokumente zu finden, sagte der örtliche Historiker Efren Arroyo. (APA, 7.12.2017)