Foto: Thomas Korn

Mild gebittert: Meisterwerke Weizen von Zipfer

Kolumne |
12. Jänner 2018, 09:42

Harald Raidl verpasst dem Weißbier von Zipfer eine ordentliche Portion Hopfen

Weizenbier gilt vielfach als Bier der Wahl für Menschen, denen andere Biere zu bitter sind. Denn klassische Weißbierrezepte sehen sehr bescheidene Hopfengaben vor – und damit wenig Alphasäure (deren Gehalt im Bier die analytisch gemessene Bittere definiert) im fertigen Bier. Dann kommen die von der Hefe erzeugten bananenartigen und gewürzhaften Aromen des Bieres besser zur Geltung.

Vor zehn Jahren haben Hans-Peter Drexler von Schneider Weisse und Garrett Oliver von Brooklyn Brewing mit ihren extrem gehopften Weißbierexperimenten diese Auffassung erschüttert. White IPA ist zu einem eigenen Bierstil geworden, und Hopfenexperimente sind inzwischen im Weizenbier-Mainstream angekommen.

In Zipf beim aktuellen "Meisterwerke Weizen", einem mit 14 Bittereinheiten eher mild gebitterten Weißbier, dem Braumeister Harald Raidl (er ist auch für die Edelweiss-Produktion verantwortlich) durch Hopfenstopfen im Lagerkeller eine volle Ladung der Aromen des Citra-Hopfens verpasst hat: Zitronenschale, Maracuja und Pfirsich mischen sich mit dem klassischen Bananenduft und begleiten einen weichen Trunk. (Conrad Seidl, RONDO, 12.01.2018)

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Zipfer Meisterwerke Weizen, bei Merkur um 1,39 Euro / 0,33 l