Grasser-Anwalt bestätigt US-Konto "ohne Buwog-Bezug"

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28. Dezember 2017, 10:13

Ainedter: "Ich bin auf der Spur was da wieder los ist"

Wien – Im Buwog-Krimi gibt es nun neue Fragen um ein US-Konto. Laut "Kronen Zeitung" (Donnerstag) wurden vor wenigen Tagen die Richterin im Buwog-Prozess, Marion Hohenecker, und auch die Staatsanwälte über die Existenz dieses US-Kontos informiert. Obwohl sich darauf 1,1 Millionen Euro befinden sollen, seien bisher keine gesonderten Ermittlungsschritte eingeleitet worden.

Dem Blatt zufolge könnte das Konto angeblich Karl-Heinz Grasser zugeordnet werden. Der Anwalt des Exfinanzministers, Manfred Ainedter, beteuerte, von dem Konto nichts zu wissen. Im Ö1-"Mittagsjournal" bestätigt er hingegen, dass sein Mandant ein Konto über eine Million Euro in den USA besitzt. Dieses habe aber "keinen Buwog-Bezug", betonte er. Es sei "ein normales Investment", das vor zweieinhalb Jahren getätigt und ordnungsgemäß versteuert worden sei.

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Warum es hier schon wieder eine mediale Aufregung gibt, ist ihm "schleierhaft". "Ich bin auf der Spur, was da wieder los ist", so Ainedter. Dass sich Internetforennutzer wundern, woher das Geld kommt, wo doch Grasser kein Vermögen habe, relativierte Ainedter. Grasser habe im Buwog-Prozess auf die Frage von Richterin Marion Hohenecker zu seinen Vermögensverhältnisse keine Angaben gemacht. Dies entspricht auch den Tatsachen, Grasser hatte damals – am ersten Prozesstag – lediglich festgehalten, dass er keinen Arbeitgeber, kein Haus und kein Auto habe.

Wie die "Krone" unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Justiz-Insider schreibt, beinhaltet die Meldung per se auch keinen akuten Grund zum Einschreiten, und es ergebe sich daraus kein gesonderter Verdacht einer strafbaren Handlung. Die Meldung werde jedoch im Zusammenhang mit dem Buwog-Prozess laufend und gesondert zu betrachten sein. Im Prozessverlauf könnte durchaus der Frage nachgegangen werden, von wem die Einzahlungen stammten, wann etwas überwiesen wurde und ob diese Gelder korrekt versteuert worden seien. (APA, 28.12.2017)