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Amazon darf nicht mehr bei "Birkenstock"-Typos auf Google werben

2. Jänner 2018, 08:17

Deutsches Gericht verbietet dem Onlinehändler, Anzeigen bei "Brikenstock" und anderen Typos zu schalten

Der Streit zwischen Amazon und dem deutschen Schuhhersteller Birkenstock ist um ein weiteres Kapitel reicher. Ein deutsches Gericht hat dem Onlinehändler nun verboten, auf Google Werbeanzeigen für Suchanfragen zu Birkenstock zu schalten, bei denen sich Nutzer verschrieben haben. Amazon hatte offenbar Werbung bei Varianten wie "Brikenstock", "Birkenstock" und "Bierkenstock" gebucht. Nutzer, die sich so vertippten, landeten auf Amazon.

Kein offizieller Verkauf seit Jahresbeginn

Birkenstock hat einen Boykott gegen Amazon gestartet, weil auf der Plattform angeblich auch gefälschte Produkte verfügbar sind. Deshalb hat sich der Schuhhersteller mit Jahresbeginn 2018 von Amazon zurückgezogen. In den USA sind Birkenstock-Produkte bereits seit über einem Jahr nicht mehr auf Amazon verfügbar.

Birkenstock: Amazon ist "mitschuldig"

Der Onlinehändler sei "mitschuldig" am Auftauchen von Fälschungen, sagte Birkenstock-Chef Oliver Reichert zum Spiegel. Amazon selbst dementiert das. Ein Sprecher gab an, dass der Onlinehändler den Verkauf von Fälschungen verbiete und mit Händlern zusammenarbeite, um Markenrechte zu schützen. (red, 2.1.2018)