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Nokia 3310: Retro-Handy bekommt LTE – und Android

2. Jänner 2018, 10:19

Bei chinesischer Zulassungsbehörde eingereichte Dokumente belegen Neuauflage des Geräts

Das Nokia 3310 war eines der erfolgreichsten Mobiltelefone der Prä-Smartphone-Ära. Und dieser Ruf scheint sich bis heute gehalten zu haben: Die vor wenigen Monaten vom HMD Global veröffentlichte Neuauflage des Geräts erfreut sich reger Beliebtheit. Und doch gab es auch Kritik, hat der Hersteller die Hardware doch weitgehend unverändert übernommen, nun soll aber eine modernisierte Variante folgen.

Neuauflage

HMD Global arbeite derzeit an einer neuen Version des Nokia 3310 mit LTE-Support, dies geht aus geleakten Dokumenten hervor, wie Winfuture berichtet. Die aktuelle Ausgabe ist auf 3G-Support beschränkt, was dazu führt, dass das Gerät nicht mehr mit allen Mobilfunkbetreibern zusammenarbeitet.

Android

Die am 26. Dezember bei der chinesischen Zulassungsbehörde TEENA eingereichten Dokumente liefern aber noch ein weiteres äußerst interessantes Detail. Soll doch das neue Gerät statt dem veralteten Nokia Series 30+ nun Android als Betriebssystem einsetzen. Auch Apps aus Googles Play Store sollen sich auf der nächsten Generation des Nokia 3310 installieren lassen. Insofern avanciert das Gerät damit genaugenommen auch auf den Status eines Smartphones.

Der Wechsel auf Android mag auf den ersten Blick überraschend kommen, bei näherer Betrachtung ist er aber durchaus verständlich. Nokia Series 30+ wird schon seit langem nicht mehr aktiv weiterentwickelt, für jegliche größere Änderung ist es also einfacher gleich auf eine andere Plattform zu wechseln. Es ist auch nicht das einzige Low-End-Smartphone mit Android, das derzeit bei Nokia in Entwicklung ist, das Nokia 1 soll aktuellen Berichten zufolge in den kommenden Wochen zu einem Preis von rund 80 Euro vorgestellt werden.

Ausblick

Offen bleibt dabei noch, wann das neue Nokia 3310 schlussendlich erhältlich sein wird. Angesichts dessen, dass im Februar der jährliche Mobile World Congress in Barcelona ansteht, erscheint aber eine Präsentation in diesem Rahmen realistisch. (red, 2.1.2018)