Foto: Wiener Linien / Johannes Zinner

Wiener Linien erwischten im Vorjahr etwas mehr Schwarzfahrer als 2016

3. Jänner 2018, 10:20

1,8 Prozent aller kontrollierten Fahrgäste ohne gültiges Ticket – Längerfristiger Trend zeigt sinkende Quote

Wien – Wiens Öffi-Fahrer waren 2017 nicht ganz so diszipliniert wie im Jahr davor: Die Wiener Linien erwischten im Vorjahr nämlich gut 122.400 Passagiere ohne gültiges Ticket. Bei rund 6,8 Millionen kontrollierten Fahrgäste entspricht das einer Quote von 1,8 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. 2016 lag der Wert bei 1,7 Prozent.

Generell gesehen sind die Öffi-Nutzer in der Bundeshauptstadt aber braver geworden. So lag das Niveau der Ticketsünder 2012 noch bei 2,7 Prozent und ging in den Folgejahren stets zurück: 2013 besaßen 2,4 Prozent aller überprüften Fahrgäste keinen Fahrschein, 2014 waren es 2,1 Prozent, 2015 1,8 Prozent. Im Vorjahr wurde der bisherige Tiefstwert von 1,7 Prozent erreicht.

Fünf Prozent Schwarzfahrer in Paris

Laut Wiener Linien zählen die Hauptstädter im internationalen Vergleich zu den ehrlichsten Passagieren. So liege die Schwarzfahrerquote beispielsweise in Hamburg bei 3,5 Prozent, in Berlin bei vier und in Paris gar bei fünf Prozent. Im Wiener U-Bahn-, Straßenbahn- und Busnetz sind rund 100 Kontrollore gleichzeitig im Einsatz. Wird man erwischt, bezahlt man seit Jahresbeginn 105 Euro – statt bisher 103 Euro. (APA, 3.1.2018)