Pröll: LLI-Tochter Café+Co hat in Moskau "einen Fuß in der Tür"

11. Jänner 2018, 13:43

Der Umsatz des Raiffeisen-Beteiligungsriesen LLI lag wieder unter einer Milliarde Euro

Wien – Die zu Raiffeisen gehörende Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) mit dem Generaldirektor und Ex-Vizekanzler Josef Pröll hat am Donnerstag die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016/17 (per 30. September) veröffentlicht. Der Umsatz rutschte nach dem Rekordjahr 2015/16 wieder unter eine Milliarde Euro auf 993,4 Millionen Euro. Neben Pröll sitzen Kurt Miesenböck und Michael Kafesie im LLI-Vorstand.

Die Tochter Goodmills Group ("Fini's Feinstes") erzielte 2016/17 Umsatzerlöse in der Höhe von 786,6 Millionen Euro (minus 7,2 Prozent). Begründet wurde das schlechtere Ergebnis einerseits durch die leicht rückläufige Vermahlmenge von 2,8 Millionen Tonnen, aber auch durch die Preisentwicklung: "Der Umsatz ist extrem abhängig von Rohstoffpreisen", sagte Miesenböck. Im neuen Geschäftsjahr soll es wieder eine Steigerung bei den Vermahlungsvolumina geben. Die Auflassung sämtlicher Bäckereien hat im vergangenen Jahr insgesamt zu einer Mitarbeitereduktion geführt. Investiert wurde vor allem in Polen, um das Verarbeitungsvolumen von 440 auf 740 Tonnen pro Tag zu steigern.

72.500 Kaffeeautomaten in acht Ländern

Die LLI-Tochter café+co hat den Umsatz um 9,3 Prozent auf 206,8 Millionen Euro gesteigert. Die Tochter betreibt 72.5000 Kaffeeautomaten in acht Ländern, pro Jahr werden laut Kafesie 500 Millionen Portionen konsumiert. Derzeit sei vor allem im Gastronomiebereich eine Expansion geplant, aber auch in Russland: "In Moskau haben wir einen Fuß in der Tür", sagte Pröll.

In puncto Glyphosat – das ja auch den Getreidebereich betrifft – wolle man Entscheidungen aus der Politik abwarten. Diese "muss sagen, wo es hingeht", so Pröll. Auch der Verkauf des Casino-Austria-Anteils von rund elf Prozent war Thema im Bilanzgespräch. Dieser schlägt sich laut Pröll nicht auf das heurige Ergebnis nieder. "Der Verkauf wird innerhalb der gesetzten Frist erwartet", meinte der Ex-Vizekanzler lediglich dazu. (APA, red. 11.1.2018)