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Skype testet private Chats mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

12. Jänner 2018, 10:04

Nutzt selbes Protokoll wie Signal-Messenger – Funktion kommt mit neuer Insider-Version

IT-Riese Microsoft will seinen Messenger Skype in puncto Datenschutz aufwerten. Für Chats soll es künftig die Möglichkeit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben, die als sicherster Zugang für den Schutz gegen das Auslesen von Inhalten durch Unbekannte gilt.

"Private Conversations" heißt das neue Feature für Einzelgespräche. Verfügbar wird es mit der Insider-Version 8.13.76.8 von Skype auf allen Systemen (Windows, macOS, Linux, Android, iOS). Voraussetzung ist jedoch, dass auch der andere Gesprächsteilnehmer über diese Version verfügt.

Signal-Protokoll

Für die Umsetzung arbeitet man mit Open Whisper Systems zusammen. Zum Einsatz kommt das bewährteSignal-Protokoll, das man auch aus dem gleichnamigen Messenger kennt. Abgedeckt werden Textchats, Dateitransfers und Audionachrichten, heißt es in einem Blogeintrag von Open Whisper Systems. Telefonie und Videotelefonie allerdings nicht.

Andere Plattformen, etwa Whatsapp, verwenden bereits Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wobei diese nicht überall gleich implementiert ist. Bezüglich Skype gibt es Kritik, dass das Feature nicht standardmäßig aktiviert ist, sondern Nutzer aktiv ein verschlüsseltes Gespräch anstelle eines normalen Chats initiieren müssen. Wann die "Privatgespräche" in der Hauptversion des Messengers ankommen, ist noch nicht bekannt. (red, 12.01.2018)