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Cloudanbieter Dropbox will an die Börse

12. Jänner 2018, 10:21

Medienberichten zufolge wird der Schritt noch in der ersten Jahreshälfte erwartet

San Francisco – Der Datenspeicherdienst Dropbox hat Insidern zufolge seinen Börsengang angemeldet. Das Aktienmarktdebüt sei in den USA geplant, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstagabend. Dropbox war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg wird der Gang aufs Parkett noch für die erste Jahreshälfte anvisiert. Demnach hat Dropbox die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan damit beauftragt, den Börsengang durchzuführen.

Ein Börsengang von Dropbox wäre die größte Emission eines US-Technologieunternehmens seit März 2017, als der Snapchat-Betreiber Snap den Schritt gewagt hatte. Bei einer Finanzierungsrunde 2014 war die 2007 gegründete Firma aus San Francisco mit fast zehn Milliarden Dollar bewertet worden.

Konzentration auf Geschäftskunden

Zunächst bot Dropbox nur einen kostenlosen Service an, der es Verbrauchern möglich macht, Fotos, Musik oder andere Daten zu teilen. Dies haben mittlerweile auch große Technologie-Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon im Sortiment. Dropbox konzentriert sich daher verstärkt auf Geschäftskunden. Nach eigenen Angaben kommt das Unternehmen derzeit auf 500 Millionen Nutzer. Das Unternehmen erzielt mit seinen Datenspeicher-Lösungen derzeit einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. (Reuters, 12.1.2018)