Schladming arbeitet an Bewerbungskonzept für Olympia 2026

12. Jänner 2018, 22:44

Reaktion auf den Beschluss der Innsbrucker, das Großereignis nicht austragen zu wollen

Graz/Schladming – Die "Kleine Zeitung" berichtet in ihrer Samstagsausgabe, dass man in Schladming "an einem vertretbaren Konzept für Olympische Winterspiele" arbeite. Nach der Absage der Innsbrucker an das Großereignis im Jahr 2026 wolle man "eine Alternative anbieten". Vor dem Schladminger Weltcup-Nachtslalom der Herren am Dienstag soll es dazu auch eine offizielle Stellungnahme geben, heißt es in dem Bericht.

"Es wäre doch schade, wenn Österreich sich als eines der Kernländer des Wintersports selbst aus dem Rennen nimmt. Denn wenn man es nicht jetzt macht, dann ist die Chance wohl wirklich auf die nächsten 50 Jahre dahin", wird Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter zitiert.

Dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) ist Schladmings Plan bereits zu Ohren gekommen. "Wir wissen, dass es Gedanken in diese Richtung gibt. Aber wir waren in Gespräche bisher nicht eingebunden. Um etwas sagen zu können, muss für diese Idee zunächst einmal eine politische Klärung stattfinden", erklärte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel gegenüber der Zeitung und gab zu bedenken: "Wenn man so etwas macht, dann muss man auch seriöse Studien durchführen, ob und wie alles durchführbar ist."

Auch in Graz und im Land Steiermark herrscht Skepsis. "Unser Augenmerk liegt auf dem Kulturjahr 2020. Wir haben keine freien budgetären Mittel, auch nicht für eine Bewerbung", betonte etwa der Grazer Finanzstadtrat Günter Riegler. (APA, 12.1.2018)