Für den ORF

28. Juni 2005, 11:01

Die nationale Rundfunkanstalt und die Jetti-Tant haben etwas gemeinsam

Es gibt Anlässe, bei denen das Wort "Oasch" fast unvermeidlich ist, es gibt aber auch solche, bei denen man es besser gar nicht sagt (Dinnerparties, Staatsbankette etc.) oder wenigstens durch eine weniger saftige Formulierung ersetzt.

Manchmal müssen der "Armleuchter" oder der "Ärmel" herhalten, aber auch der Name unserer nationalen Rundfunkanstalt wird, wie ihr Chronist unlängst auf einem Seminar gehört hat, zu diesem Zweck herangezogen. "Das ist für den ORF" sagt man von einer Sache, von der man ebenso gut behaupten könnte, sie sei für den Hugo, die Jetti-Tant oder die Katz.

Bei dieser Gelegenheit sei auch an das "ORF-Loch" erinnert, das einerseits als Bezeichnung für das ORF-Signet steht, aber auch als Schimpfwort für ORF-Mitarbeiter verwendet wird.

Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

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