Generation Y

6. Dezember 2005, 12:57

Eine Frage des Alters

Es gibt die Kriegsgeneration, die Nachkriegsgeneration, die Generation Fünfzig Plus, die Generation X (zwischen 1965 und 1975 geboren und vom Romancier Douglas Coupland in einem gleichnamigen Roman verewigt). Und es gibt, wie der New-York-Times-Beilage zur Printausgabe des STANDARD in dieser Woche zu entnehmen, auch die Generation Y ("Generation Why"), die im Wesentlichen mit der Generation Dreißig Minus identisch ist.

Wenn es nach demselben fantasielosen Muster weitergeht, ist demnächst die Generation Z am Zug. Dann allerdings stellt sich die Frage, ob wir wieder mit "A" beginnen oder, wie bei den Wirbelstürmen, mit dem griechischen Alphabet weitermachen sollen: Generation Alpha, Generation Beta und so fort. Möglichkeit Drei: Wir hoffen auf sprachschöpferische Naturen, die uns mit zündenden Vorschlägen für inhaltlich aussagekräftigere und weniger bürokratisch klingende Generationsbezeichnungen verführen. Bei den "Baby Boomern" ist das ja schließlich auch gegangen.

Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

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