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Sichel

Von der Monarchie bis zum heutigen Tag

Bestimmt nicht neu, immer noch verbreitet, irgendwie vertrottelt, aber doch auch ganz charmant: Die Marotte, absichtlich mit "Sichel" statt mit "Sicher" zu antworten. "Gehst heut’ aufs Match?" "No Sichel". Gehört in die Abteilung "Wechstaben verbuxeln" und hat historische Vorläufer in der k.u.k. Monarchie.

Wenn ich mich recht an "Die letzten Tage der Menschheit" erinnere, sagte der Herr Hauptmann, wenn er lustig sein wollte, einst im Offizierskasino "Das ist ja etwas völlig Andreas" (statt: anderes). Vielleicht gibt es noch andere Beispiele für diese Art von humoristisch-mutwilligen Lautverdrehungen im gegenwärtigen Sprachgebrauch.

Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

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