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Multitasking

Jetzt auch für die Menschenmaschine

Der Vergleich des Menschen mit der Maschine hat eine lange Tradition: Der französische Frühaufklärer De la Mettrie hat dem Thema 1747 ein ketzerisches Buch gewidmet ("L’Homme machine"), der amerikanische Schriftsteller William Burroughs nannte den Menschen in einem Romantitel eine "Soft Machine", in Hollywood ist das Thema "Terminator", "Cyborg" etc. konstant gegenwärtig.

Ihrem Chronisten ist unlängst die neue Mode aufgefallen, auch Menschen mit der Eigenschaft "Multitasking" zu belegen: "Das ist eine echte Multitasking-Frau" für eine Frau, die es schafft, die Anforderungen von Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Für den Fall, dass der eine oder andere Leser noch eine andere maschinelle Metapher (Festplatte? Formatieren? Schraube locker?) für das Menschengeschlecht beizusteuern hat: Wortspenden sind wie immer erbeten.

Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an
christoph.winder@
derStandard.at
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