Umhängen

8. August 2006, 14:37

Bis zum Hals in der Arbeit

Irgendein Trottel wird sich schon finden: Der Menschentypus, der nach diesem Motto lebt, hat selbst meist die Arbeit nicht erfunden, versteht sich aber umso besser darauf, sie an andere zu delegieren.

Zur Benennung dieses Sachverhaltes, der für die gesamte Arbeitswelt charakteristisch ist, wird in jüngster Zeit an Stelle klassischer Formulierungen wie "anhängen" oder "aufhalsen" häufiger zum Wort "umhängen" gegriffen – so erscheint es wenigstens ihrem Chronisten.

"Wenn der glaubt, er kann mir jede Arbeit umhängen, dann hat er sich aber geschnitten". Würde mich interessieren, ob die p.t. Leser diese verstärkte Umhäng-Frequenz bestätigen können oder ob ihnen andere hübsche Assoziationen zum Umhängen in den Sinn kommen.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.