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Nollywood

Afrikanische Dreharbeiten

Hollywood ist klar, Bollywood ebenfalls (wobei die Kreuzung aus Bombay und Hollywood nach der Umbenennung Bombays in Mumbai korrekterweise ja eigentlich Mollywood lauten müsste). Aber Nollywood?

Ich muss mich leider als Ignorant outen, weil mir das Wort vor der Lektüre des letzten "Economist" ("Nollywood dreams") leider unbekannt war. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie ebenso unwissend sein sollten wie ihr bedauernswerter Chronist: Gemeint ist die boomende Filmindustrie in Nigeria, wo jährlich 2000 Filme, meist mit sehr bescheidenen Budgets, gedreht werden und mehr als eine Million Leute auf die eine oder andere Art im Filmbusiness tätig sind.

Für den Fall, dass die p.t. Leser auf entlegene Traumfabriken stoßen sollten (Grollywood in Grönland, Rollywood in Rumänien etc.) bitte ich freundlich um Mitteilung, auf dass ich nicht wieder solch peinliche Wissenslücken gestehen muss.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.
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