Gate

29. August 2006, 16:23

Skandalöses in Washington und anderswo

Herr Sterzin0z hat unlängst in einem Posting auf das ungebrochene Fortleben jener Wortbildungen mit –gate hingewiesen, die seit dem Watergate-Skandal (1972ff.) im Schwange sind, um skandalöse Vorkommnisse zu bezeichnen. In der Tat: Wenn man erst einmal auf die "Gates" sensibilisiert ist, dann stößt man allenthalben und allerorten auf sie: Die Pflegeaffäre des Bundeskanzlers wurde unlängst als "Nannygate" bezeichnet. Besonders Gate-anfällig ist das britische Königshaus, in dem es nach "Camillagate" ein "Cannabisgate" gab (Hauptakteur: Prinz Harry) sowie ein "Mailboxgate" (Tratschreporter zapft Mobiltelefone von Mitarbeitern von Prinz Charles an) usw. usf.

Ein paar weiterführende Fragen an die Leser: Ist auch Ihnen schon einmal ein "Gate" untergekommen? Wenn ja, welches? Und welcher Skandal, der dringend benannt und öffentlich gemacht werden sollte, wurde noch nicht mit einem –gate versehen?

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.