Iraqnophobia

3. Oktober 2006, 17:32

Leiden am Mittleren Osten

Dieses englische Wort, für das sich leicht eine deutsche Entsprechung („Irakophobie“) konstruieren lässt, ist, wie das „Pandephonium“, dem Buch „Word Fugitives“ von Barbara Wallraff entnommen. Es bezeichnet die Furcht vor dem Irak oder vor Irakern und soll um das Jahr 1990 herum entstanden sein, als Saddam in Kuwait einmarschierte. Damals war auch der Spinnenangst-Thriller „Arachnophobia“ in den Kinos.

Die Irakophobie ist vor allem in der gegenwärtigen US-Regierung verbreitet, sie wird allerdings sukzessive durch iranophobe Schübe abgelöst. Eine lange Liste sonstiger (englischer) Phobien, von der Ablutophobie (Furcht vor dem Baden oder Waschen) bis zur Zoophobie (Furcht vor Tieren), liefert die Website phobialist.com. Vielleicht leiden ja auch die p.t. Lesern noch an der einen oder anderen Phobie, für die die Wissenschaft noch keinen Namen parat hat. In diesen Fällen sind sie herzlich eingeladen, schnell eine solche Bezeichnung zu erfinden und diese hier einzutragen.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.