Teil

7. November 2006, 15:38

Eine westöstliche Sprachverschiedenheit

Bei einem Gespräch mit seinem Vorarlberger Schwager hat der Chronist unlängst mehrfach den Ausdruck "Teil" vernommen, und zwar nicht in der Bedeutung "Teil von einem Ganzen", sondern "Teil" als Behelfsausdruck für einen beliebigen Gegenstand: "Dieses Teil (gemeint: dieser Fotoapparat) ist noch viel zu teuer".

Wenn sich der Chronist nicht irrt, ist diese Verwendung des "Teils" in Ostösterreich weit weniger verbreitet als im Westen – und "Teilchen" zur Bezeichnung von kleinen Kuchenstücken habe ich in Wien und Umgebung überhaupt noch nie gehört. Aber ich mag mich ja irren. Möglicherweise können die geschätzten Leser ihren Teil zur Erhellung des Sachverhaltes beisteuern.

Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
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